Klinikum Hanau investiert 5,8 Millionen Euro in neuen Kreißsaal
Fläche für Geburtshilfe mehr als verdoppelt – Sectio-OP und Reanimationsraum direkt integriert
Das Klinikum Hanau hat seinen neuen Kreißsaal fertiggestellt und dafür 5,8 Millionen Euro investiert. Auf 668 Quadratmetern stehen künftig drei Entbindungsräume sowie ein direkt integrierter Sectio-OP und ein Reanimationsraum zur Verfügung. Rund 70 Prozent der Investitionskosten wurden nach Angaben des Klinikums über öffentliche Fördermittel finanziert.
Rund ein Jahr dauerten die Bauarbeiten für den neuen Bereich der Geburtshilfe. Gegenüber dem bisherigen Kreißsaal wurde die Fläche von rund 320 auf 668 Quadratmeter mehr als verdoppelt.
Herzstück sind drei neue Entbindungsräume. Ergänzt werden sie durch zwei Entspannungswannen sowie einen Bewegungs- und Aktivierungsraum für die frühe Phase der Geburt. Die Räume sind klimatisiert und unter anderem mit schallabsorbierenden Deckenelementen ausgestattet.
Sectio-OP verkürzt Wege bei Notfällen
Für die medizinische Versorgung ist insbesondere die räumliche Neuorganisation relevant. Ein neuer Sectio-OP ist unmittelbar in den Kreißsaalbereich integriert. Zusätzlich steht dort ein Reanimationsraum für akute Notfälle zur Verfügung.
Damit sollen vorwiegend bei zeitkritischen Situationen die Wege zwischen Geburtshilfe, Operationsbereich und Notfallversorgung verkürzt werden.
Das Klinikum Hanau verfügt über ein Perinatalzentrum Level 2. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe arbeitet dabei eng mit der Kinder- und Jugendmedizin im Eltern-Kind-Zentrum zusammen. Aktuelle Unterlagen des Klinikums weisen den Standort ebenfalls als Perinatalzentrum Level 2 aus.
„Mehr Platz, moderne Ausstattung und optimierte Abläufe schaffen beste Voraussetzungen für eine individuelle, familienorientierte und sichere Geburtshilfe“, erklärt Dr. Jens Kosse, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.
70 Prozent der Investition öffentlich gefördert
Von den insgesamt 5,8 Millionen Euro Investitionskosten wurden nach Angaben des Klinikums rund 70 Prozent über öffentliche Fördermittel finanziert. Rechnerisch entspricht dies etwa vier Millionen Euro.
Neben der technischen und baulichen Ausstattung wurde bei der Planung Wert auf familienorientierte Strukturen gelegt. Erfahrungen und Anforderungen des Hebammen- und Ärzteteams seien in die Gestaltung des neuen Bereichs eingeflossen.
Mit der Investition stärkt das kommunale Klinikum damit seinen geburtshilflichen Schwerpunkt und die Versorgung von Früh- und Risikogeburten am Standort Hanau.




