CDU fordert Versorgungskonzept für Geburtshilfe in Saarlouis
Vor der Bündelung am Marienhaus Klinikum ab 2028 sollen Kreißsaalkapazitäten, Personal und Notfallstrukturen für künftig rund 1.850 Geburten geklärt werden
Die geplante Neuordnung der Krankenhausversorgung in Saarlouis sieht ab 2028 eine Bündelung der Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth vor. Die CDU-Landtagsfraktion unterstützt grundsätzlich die stärkere Spezialisierung und Zusammenarbeit der beiden Saarlouiser Krankenhäuser, fordert von der Landesregierung vor der Umsetzung aber ein belastbares Versorgungskonzept.
Nach den von der CDU genannten Zahlen kamen 2025 rund 650 Kinder im DRK-Krankenhaus und etwa 1.200 im Marienhaus Klinikum zur Welt. Bei vergleichbaren Geburtenzahlen müsste der verbleibende Standort damit künftig eine Größenordnung von rund 1.850 Geburten jährlich bewältigen.
Gesundheitspolitischer Sprecher Alwin Theobald fordert deshalb eine Prüfung, ob Kreißsaalkapazitäten, Hebammen, ärztliches Personal und Notfallstrukturen für die zusätzliche Versorgung ausreichen. Zudem müsse geklärt werden, wie viele erfahrene Beschäftigte des DRK-Krankenhauses am gemeinsamen Standort weiterbeschäftigt werden können.
Die CDU bewertet größere Einheiten in der Geburtshilfe grundsätzlich als medizinisch sinnvoll, sofern Personal und Expertise dadurch verlässlich vorgehalten werden können. Die bisherigen Strukturen dürften jedoch erst aufgegeben werden, wenn die Versorgung am verbleibenden Standort gesichert sei.




