Klinik Kösching: Kritik an geplanter Verlagerung der Intensivmedizin

Aktionsgruppe warnt vor Gefährdung der wohnortnahen Notfallversorgung im Raum Kösching

Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ kritisiert die geplante Schließung der Intensivmedizin am Klinikstandort Kösching und die Verlagerung kardiologischer Leistungen nach Eichstätt. Nach Angaben der Initiative könnte dadurch die wohnortnahe Notfallversorgung für rund 17.000 Einwohner eingeschränkt werden.

Die Kritik bezieht sich auf eine angekündigte strukturelle Neuordnung der Versorgung am Standort Kösching im Landkreis Eichstätt. Demnach soll die Intensivmedizin dort perspektivisch geschlossen und die kardiologische Versorgung an einen anderen Standort verlagert werden. Die Aktionsgruppe warnt in einer Pressemitteilung vom 21. Juni 2026 vor erheblichen Auswirkungen auf die regionale Versorgungsstruktur.

Einschränkungen der Notfallversorgung

Nach Einschätzung der Initiative würde durch die geplante Umstrukturierung die Basisnotfallversorgung für einen Teil der Bevölkerung nicht mehr innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein. Besonders betroffen seien laut Darstellung rund 17.000 Einwohner im Einzugsgebiet des Klinikstandorts Kösching. Die Aktionsgruppe verweist zudem auf die Vorgaben der Krankenhausreform sowie die im Krankenhausreformanpassungsgesetz beschriebenen Qualitätsanforderungen für Leistungsgruppen. Demnach sei der Betrieb bestimmter Fachabteilungen, darunter Innere Medizin und Chirurgie, ohne intensivmedizinische Infrastruktur nur unter engen Voraussetzungen möglich.

Aus Sicht der Kritiker könnte dies dazu führen, dass der Klinikstandort Kösching langfristig nicht mehr in seiner bisherigen Form betrieben werden kann. Ausnahmegenehmigungen der Bundesländer seien zudem zeitlich begrenzt, was zusätzliche Unsicherheit für die Standortplanung bedeute.

Strukturreform und Standortdebatte im Krankenhaussektor

Die Diskussion um Kösching steht exemplarisch für die bundesweite Debatte über die künftige Krankenhausstruktur. Im Zuge der Krankenhausreform sollen Leistungen stärker gebündelt und Qualitätsstandards an Leistungsgruppen ausgerichtet werden. Dies führt insbesondere in ländlichen Regionen zu Diskussionen über Erreichbarkeit und Versorgungsdichte.

Befürworter solcher Strukturveränderungen argumentieren, dass eine Konzentration komplexer Leistungen an größeren Standorten die Versorgungsqualität verbessern könne. Kritiker hingegen warnen vor einer Ausdünnung der wohnortnahen Notfallversorgung und einer zunehmenden Belastung der Rettungsdienste.

Im Fall Kösching fordert die Aktionsgruppe die sofortige Rücknahme der geplanten Maßnahmen durch den Träger. Andernfalls sei nach ihrer Einschätzung der gesamte Klinikstandort in seiner Existenz gefährdet. Die weitere Entwicklung hängt nun von den Entscheidungen des Trägers sowie den Rahmenbedingungen der Krankenhausreform auf Landes- und Bundesebene ab.

2 Antworten

  1. Maria Magdalena Münch sagt:

    Geht’s noch? Ich möchte nicht nach Eichstätt!!!!
    Bis ich dahin komme, das heißt ich kann bis dahin sterben z. B. SCHLAGANFALL.
    JETZT WOHNE ICH FAST VOR DER Klinik kösching
    Danke wer denkt sich das, aus?

  2. lolrofllmao sagt:

    Wahrscheinlich die Politiker, die Sie gewählt haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit CSU, SPD, Grüne und auch die Freien Wähler.

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