Klinik Dr. Guth: Überraschendes Aus für Hamburger Traditionsklinik

Schließung im Sommer geplant – Gesundheitsbehörde von Plänen der Klinik in privater Trägerschaft überrumpelt

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, steht die Klinik Dr. Guth in den Elbvororten vor dem plötzlichen Aus. Die Klinik an der Jürgensallee in Nienstedten soll bereits im kommenden Sommer den Betrieb einstellen. Besonders brisant: Selbst die Hamburger Gesundheitsbehörde wurde von dieser Entscheidung offenbar nicht vorab informiert und zeigt sich von der Entwicklung überrascht.

Seit 2004 ist die Klinik Dr. Guth fest im Krankenhausbedarfsplan der Freien und Hansestadt Hamburg als Haus der Grund- und Regelversorgung verankert. In der Regel unterliegen Bettenkapazitäten und Versorgungsaufträge einer engen Abstimmung mit der staatlichen Planung.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit fehlt – 170 Mitarbeitende von Schließung betroffen

Jetz ist es offiziell: Die Hamburger Klinik Dr. Guth wird ihren Betrieb nach sorgfältiger wirtschaftlicher Prüfung zum 30. September 2026 einstellen. Dies gab die Geschäftsführung am 17. April 2026 bekannt. Als Hauptgründe werden die sich drastisch verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sowie gestiegene strukturelle Anforderungen genannt, die eine rentable Fortführung der spezialisierten Einrichtung unmöglich machen. Rund 170 Beschäftigte sind von dieser Entscheidung betroffen. Um die personellen Auswirkungen abzufedern, sollen zeitnah Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan aufgenommen werden. Ziel ist eine verantwortungsvolle Regelung für die betroffene Belegschaft.

4 Antworten

  1. Renate Rubach sagt:

    Die Schließung der Klinik finde ich bedauerlich. Hier war 18 Jahre mein Arbeitsplatz, eine so wunderbare darf nicht schließen. Klinik

  2. Ernst Orthner sagt:

    Die Klinik ist das deutsche referenzzentrum für die Behandlung diabetischer füsse und absolut unersetzbar. Wenn die Politik hier nicht eingreift und einen Plan zur rettung und weiterbetreuung dieser Ärmsten der Armen entwickelt, dann gute Nacht deutsche Medizin.

  3. Horst-Peter Kastl sagt:

    Als Schwerpunktklinik für diabetische Füße gibt es in HH keinen Ersatz.Habe auf Grund serer Probleme
    von großen Problemen ein anderes HH_KKH m it Fußabteilung um Hilfe gebeten.Die konnten mit
    mir nicht helfen und haben mich an die Guth überwiesen.Schließen dieser speziellen
    Abteilung geht gar nicht

  4. Marek sagt:

    Das ist die einzige Klinik, und es sind die einzigen Ärzte dort, die mir mit meinen Füßen helfen konnten. Sie waren auch die einzigen, die die Neuropathie bei mir festgestellt haben. Für diese Klinik gibt es einfach keinen Ersatz. Wenn die Stadt und die Politik nicht eingreifen, werden sehr viele Patienten in Hamburg und darüber hinaus stark von der Schließung betroffen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert