Klinik-Ausbau in Beelitz-Heilstätten genehmigt

Potsdam-Mittelmark stärkt neurologischen Schwerpunktstandort in Brandenburg

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau der Kliniken Beelitz GmbH am Standort Beelitz-Heilstätten, Straße nach Fichtenwalde 16, erteilt. Damit wird ein zentraler Ausbau des neurologischen Fachstandorts in der Region offiziell möglich. 

Der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Marko Köhler, bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum „Gesundheitsstandort Potsdam-Mittelmark“. Nach seinen Worten stärkt die Genehmigung sowohl die medizinische Versorgung der Region als auch die Interessen der Anwohnerschaft. Gleichzeitig hob er das Vertrauen der Klinikleitung sowie die Arbeit der Verwaltung hervor.

Mit dem geplanten Erweiterungsbau wird einer der bedeutendsten neurologischen Klinikstandorte Deutschlands weiterentwickelt. Die Kliniken Beelitz versorgen jährlich mehrere tausend Patientinnen und Patienten mit teils hochkomplexen neurologischen Erkrankungen und verfügen aktuell über mehr als 350 Betten. Der Standort nimmt nach Angaben des Betreibers eine herausgehobene Rolle in der Gesundheitsversorgung Brandenburgs sowie der Metropolregion Berlin-Brandenburg ein.

Besondere Bedeutung hat die Einrichtung als landesweit einziges staatlich ausgewiesenes Parkinsonzentrum sowie als eines der größten Fachkrankenhäuser für neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation in Deutschland. Dazu zählen spezialisierte Angebote in der Beatmungsentwöhnung und der intensivmedizinisch geprägten neurologischen Versorgung.

Der Erweiterungsbau ist nach Angaben des Landkreises erforderlich, da die bestehenden Klinikgebäude – insbesondere im denkmalgeschützten Bestand – den heutigen Anforderungen an moderne medizinische Versorgung, technische Infrastruktur und effiziente Betriebsabläufe nicht mehr vollständig entsprechen. Durch die bauliche Neustrukturierung sollen klinische Bereiche am Standort „Straße nach Fichtenwalde“ gebündelt werden.

Ziel der Maßnahme ist eine effizientere Organisation medizinischer Prozesse, eine bessere Ressourcennutzung sowie die langfristige Sicherung der Versorgung. Gleichzeitig sollen nach Angaben der Klinikgeschäftsführung über 1.000 Arbeitsplätze am Standort erhalten bleiben. Die Kliniken Beelitz zählen zudem zu den größten privaten Arbeitgebern der Region und spielen eine zentrale Rolle in der Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen, unter anderem durch rund 600 Auszubildende.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurden zahlreiche Einwendungen aus der Bevölkerung berücksichtigt. Diese betrafen insbesondere Baustellenverkehr, Gebäudehöhe und Stellplatzsituation. Der Landkreis stellte klar, dass die Baustellenlogistik nicht Bestandteil der Baugenehmigung sei, jedoch über gesonderte Auflagen reguliert werde. Gebäudehöhe und -volumen seien funktional begründet, während die Stellplatzplanung auf fachlichen Richtwerten und nachhaltigen Mobilitätskonzepten basiere.

Nach Angaben der Verwaltung werden alle Einwender schriftlich informiert. Dezernent Gernot von Arend betonte, das Vorhaben sei sorgfältig geprüft worden. Die erteilte Baugenehmigung enthält zunächst noch keine Baufreigabe. Diese soll erst nach Vorlage und Prüfung ausstehender Nachweise zur Standsicherheit und zum Schallschutz in Abstimmung mit der Klinikleitung erfolgen. Ein konkreter Zeitplan für den Baubeginn liegt weiterhin nicht vor.

Mit der Entscheidung wird die Weiterentwicklung des Standorts Beelitz-Heilstätten als spezialisierter Baustein der regionalen Krankenhaus- und Rehabilitationsversorgung strukturell abgesichert und langfristig ausgebaut.

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