Insolvenz Krankenhaus Wermelskirchen: Eigenverwaltung fortgesetzt – Klinikbetrieb stabil
Hauptverfahren eröffnet, Gespräche mit Investoren werden intensiviert
Das Amtsgericht Köln hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Krankenhaus Wermelskirchen GmbH am 1. Februar 2026 eröffnet und die Eigenverwaltung auch für das Hauptverfahren angeordnet. Damit kann der von der Geschäftsleitung eingeschlagene Kurs zur Sicherung des Krankenhauses planmäßig fortgesetzt werden. Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering wurde zum Sachwalter bestellt.
Krankenhausbetrieb läuft uneingeschränkt
Die Klinik führt den Betrieb während des Insolvenzverfahrens uneingeschränkt fort. Die bisherigen Maßnahmen des Sanierungsprozesses zeigen bereits Wirkung. „Der Krankenhausbetrieb entwickelt sich seit Verfahrensbeginn sehr stabil“, so Dr. Claus-Peter Kruth, Restrukturierungsbevollmächtigter des Krankenhauses. Er betont die Unterstützung aus der Region: „Besonders erfreulich ist, dass das Krankenhaus von der Bevölkerung und den umliegenden Arztpraxen weiterhin uneingeschränkt unterstützt wird.“
Sanierungsverfahren soll Zukunft des Standorts sichern – Versorgung bleibe gewährleistet (01.11.2025)
Geschäftsführer Dr. Dietmar Stephan ergänzt: „Die medizinische Versorgung ist in der gewohnten Qualität jederzeit gewährleistet. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass der Krankenhausalltag auch in dieser Phase reibungslos funktioniert.“
Sanierung und Investorengespräche
Der Sanierungsprozess wird in den kommenden Wochen intensiv fortgeführt. Gespräche mit potenziellen Investoren über Kooperationen oder eine mögliche Übernahme werden vertieft. Ziel ist die nachhaltige Stabilisierung der wirtschaftlichen Grundlage des Hauses und der langfristige Erhalt des Krankenhausstandorts in Wermelskirchen.
Die Krankenhaus Wermelskirchen GmbH betreibt ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit aktuell 180 Betten. Es verfügt über fünf Hauptfachabteilungen sowie eine Belegabteilung in Kooperation mit zwei Fachärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Jährlich werden auf den Stationen der Abteilungen Innere Medizin und Allgemein- und Unfallchirurgie rund 8.000 Patienten aufgenommen, hinzu kommen etwa 20.000 Ambulanzkontakte.




