Heilig Geist Krankenhaus Boppard soll schließen – Bürgerproteste bleiben erfolglos
Kreistag Mayen-Koblenz entscheidet über Klinikschließung, Rettungsversuche bleiben unklar
Nur wenige Tage nachdem Hunderte Bürgerinnen und Bürger gegen die drohende Schließung des Heilig Geist Krankenhauses in Boppard demonstriert hatten, entschied sich der Kreistag Mayen-Koblenz in einer nicht-öffentlichen Sitzung für die Schließung des Hauses. Landrat Marko Boos (SPD) erklärte, dass die Gesellschafterversammlung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GMK) ein Schließungskonzept erarbeiten solle, falls sich der Rhein-Hunsrück-Kreis nicht an der Finanzierung beteilige.
Bereits in der Vorwoche hatte der Koblenzer Stadtrat für die Schließung des Standortes votiert. Trägerstadt Koblenz, Kreis Mayen-Koblenz und Rhein-Hunsrück-Kreis schieben sich öffentlich gegenseitig die Verantwortung zu. Laut Landrat Boos habe der Rhein-Hunsrück-Kreis abgelehnt, 70 Prozent der Verluste zu übernehmen. Gleichzeitig kritisierte der parteilose Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Volker Bloch, dass das GMK keine verbindlichen Gespräche mit potenziellen Klinikträgern geführt habe.




