Green Team im Klinikum Frankfurt (Oder) gestartet: Nachhaltigkeit im Klinikalltag fest verankern
Erste Maßnahme im Zentral-OP spart jährlich über 1.400 kWh Strom und 6,7 Tonnen CO₂
Das Klinikum Frankfurt (Oder) hat mit der Gründung eines interdisziplinären Green Teams eine strukturierte Nachhaltigkeitsinitiative ins Leben gerufen. Ziel ist es, ökologische Verantwortung und Klinikbetrieb stärker miteinander zu verzahnen. Unterstützt vom Klinikdirektorium engagieren sich Mitarbeitende verschiedener Bereiche – von Anästhesiologie und Intensivmedizin über Technik, Hygiene und Medizintechnik bis hin zum Versorgungsdienst und Betriebsrat.
Zum Auftakt der Initiative wurde im Zentral-OP eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme zur Reduktion des Energieverbrauchs durch die tägliche Entkopplung der Anästhesiegasfortleitung (AGFS) eingeführt. AGFS-Systeme verbrauchen auch im Leerlauf Druckluft, was zu einem erhöhten Stromverbrauch führt.
Durch das tägliche Abschalten nach dem letzten Eingriff lassen sich laut Berechnungen pro Arbeitsplatz jährlich bis zu 1.415 kWh Strom und 6,7 Tonnen CO₂ einsparen. Die Maßnahme wird durch sichtbare Markierungen und Erinnerungsaufkleber an den Geräten unterstützt.
„Schon kleine, gezielte Maßnahmen machen einen Unterschied. Wir können Energie sparen, CO₂ vermeiden – und das ganz ohne Einschränkungen im OP-Betrieb“, betonen die beiden Initiator:innen des Green Teams, Dr. med. Frank Nestler (Leitender Oberarzt Anästhesiologie) und Ioana Nicuta-Roelfs (Ärztin in Weiterbildung).
Das Green Team plant, sich künftig regelmäßig zu treffen, um weitere umsetzbare Nachhaltigkeitsprojekte im Klinikbetrieb zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen. Dabei sollen praktische, klimafreundliche Lösungen im Vordergrund stehen, die keine Qualitätseinbußen in der Versorgung bedeuten, aber einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.
Mit dieser Initiative reiht sich das Klinikum Frankfurt (Oder) in eine wachsende Zahl von Kliniken ein, die das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch angehen. Vor allem im energieintensiven OP-Betrieb besteht großes Potenzial zur Emissionsreduktion – ohne dass medizinische Standards gefährdet werden.




