AOK zeichnet Evangelisches Krankenhaus Bad Dürkheim für nachhaltiges Krankenhausmanagement aus
Klinik setzt auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und strategisches Umweltmanagement
Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim für sein Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet. Gewürdigt werden sowohl bereits umgesetzte Maßnahmen im Klinikbetrieb als auch die strategische Weiterentwicklung in den Bereichen Energie, Ressourcen, Beschaffung und soziale Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit entwickelt sich für Krankenhäuser zunehmend von einzelnen Umweltmaßnahmen zu einer strategischen Managementaufgabe. Das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim hat hierfür nach Angaben der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland verschiedene ökologische, wirtschaftliche und soziale Handlungsfelder miteinander verknüpft. Für dieses Engagement erhielt das Krankenhaus nun ein Zertifikat der Gesundheitskasse.
Ein eigenes Nachhaltigkeitsteam begleitet die Aktivitäten des Hauses. Zu den Schwerpunkten gehören Energieeffizienz, Abfall- und Wassermanagement, Beschaffung und Lieferketten, Mobilität sowie soziale Nachhaltigkeit.
Damit verfolgt die Klinik einen bereichsübergreifenden Ansatz, bei dem Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend in betriebliche Entscheidungen und Abläufe integriert werden.
Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch im Fokus
Konkrete Maßnahmen wurden bereits in verschiedenen Bereichen des Klinikbetriebs umgesetzt. Das Krankenhaus setzt unter anderem energieeffizientere Geräte ein und hat die Gebäudeisolierung verbessert. Veränderungen gab es zudem beim Einsatz von Narkosegasen.
Auch das Abfallmanagement und der Umgang mit Verbrauchsmaterialien wurden angepasst. Dazu zählen eine optimierte Abfallentsorgung sowie nachhaltigere Desinfektionstücher. Medizinische Abfälle werden über spezialisierte externe Dienstleister entsorgt.
Weitere Maßnahmen sind bereits geplant. Das Krankenhaus will seine CO₂-Emissionen reduzieren sowie das Gebäude- und Energiemanagement weiterentwickeln. Gleichzeitig sollen Abfallvermeidung und Recycling ausgebaut und Umwelt- und Sozialstandards bei Beschaffungsentscheidungen stärker berücksichtigt werden.
Beim Wassermanagement plant das Krankenhaus beispielsweise, Wasserfilter zu regenerieren und dadurch über mehrere Nutzungszyklen einzusetzen.
Klinik verfügt auch über EMAS-Zertifizierung
Geschäftsführer Christoph Patzelt verweist darauf, dass bereits 2024 eine fächerübergreifende Arbeitsgruppe gegründet wurde, um Nachhaltigkeitsmaßnahmen für die unterschiedlichen Bereiche des Krankenhauses zu entwickeln.
Neben der Auszeichnung durch die AOK hat das Evangelische Krankenhaus nach eigenen Angaben vor Kurzem auch eine EMAS-Zertifizierung erhalten. Das Eco-Management and Audit Scheme der Europäischen Union dient als System für ein strukturiertes Umweltmanagement. Voraussetzung ist unter anderem eine Umweltbetriebsprüfung durch einen unabhängigen Umweltgutachter.
AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Martina Niemeyer sieht in der Entwicklung des Krankenhauses ein Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit durch zahlreiche Einzelmaßnahmen schrittweise in die betrieblichen Abläufe integriert werden kann.
Nachhaltigkeit wird zur Managementaufgabe
Für Krankenhäuser gewinnt das Thema auch aufgrund steigender Energiepreise, zunehmender Hitzeperioden und wachsender Anforderungen an Klimaanpassung und Ressourceneffizienz an Bedeutung. Neben baulichen Investitionen rücken damit Prozesse, Beschaffung, Energieverbrauch und die Einbindung der Beschäftigten stärker in den Fokus.
Das Beispiel Bad Dürkheim zeigt dabei, dass Nachhaltigkeitsmanagement nicht auf einzelne technische Maßnahmen beschränkt sein muss, sondern unterschiedliche Bereiche der Klinikorganisation umfassen kann.




