„Gemeinsamer Tresen“ soll Notaufnahmen entlasten

Modell aus Hessen steuert Patienten gezielt in ambulante oder stationäre Versorgung – Beispiel für bundesweite Notfallreform

Ein neues Steuerungsmodell für Patientinnen und Patienten soll Notaufnahmen in Krankenhäusern entlasten und die Versorgung effizienter gestalten. Im varisano Klinikum Frankfurt Höchst wurde der sogenannte „Gemeinsame Tresen“ erstmals erprobt und hat sich nach Angaben aus Hessen als wirksames Instrument zur Patientenlenkung bewährt, berichtet die dpa. Das Konzept wird inzwischen auch an weiteren Standorten umgesetzt und gilt als möglicher Baustein für eine bundesweite Reform der Notfallversorgung.

Für Krankenhäuser bedeutet dieses Modell eine gezieltere Steuerung von Patientenströmen und damit eine potenzielle Entlastung der Notaufnahmen. Gleichzeitig kann die Versorgungsqualität steigen, da medizinische Ressourcen stärker auf tatsächliche Notfälle konzentriert werden. Für das Krankenhausmanagement gewinnt damit die Kooperation mit ambulanten Strukturen und der Kassenärztlichen Vereinigung weiter an Bedeutung.

In Hessen wurde das Modell neben Frankfurt-Höchst auch am Klinikum Darmstadt, am Sana Klinikum Offenbach sowie am Bürgerhospital Frankfurt eingeführt.

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