Führungswechsel im Klinikum Bremen-Mitte: Leuwer übernimmt
Erfahrener Krankenhausmanager soll Restrukturierung und Klinikfusion in Bremen begleiten

Prof. Dr. Rudolf Leuwer übernimmt die Position des geschäftsführenden Krankenhausdirektors im Klinikum Bremen-Mitte.
Foto: Gesundheit Nord
Bremen erhält eine neue Führung an der Spitze seines größten Krankenhauses: Zum 18. Juni 2026 hat Prof. Dr. Rudolf Leuwer die Position des geschäftsführenden Krankenhausdirektors am Klinikum Bremen-Mitte übernommen. Wie die Gesundheit Nord (GeNo) mitteilt, soll der erfahrene Krankenhausmanager den Standort in einer Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen interimistisch führen.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Klinikums Bremen-Mitte reagiert die Gesundheit Nord auf die anstehenden Herausforderungen der Krankenhauslandschaft. Prof. Dr. Rudolf Leuwer folgt auf Evelyn Möhlenkamp, die das Amt bislang innehatte und auf eigenen Wunsch innerhalb des kommunalen Klinikverbundes eine andere Funktion übernimmt. Leuwer wird die Aufgabe zunächst interimistisch ausüben, bis die Position dauerhaft neu besetzt wird.
Der neue Krankenhausdirektor bringt langjährige Erfahrung aus Medizin und Krankenhausmanagement mit. Nach seinem Medizinstudium in Bonn und seiner fachärztlichen Ausbildung in Bonn sowie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf war er zunächst in leitenden ärztlichen Funktionen tätig. Später übernahm er Führungsverantwortung innerhalb des Helios-Konzerns, unter anderem als Klinikdirektor, Regionalgeschäftsführer Medizin sowie Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Standorte Wuppertal und Krefeld.
Nach Angaben der Gesundheit Nord lagen seine bisherigen Schwerpunkte insbesondere in der strategischen Weiterentwicklung von Krankenhausverbünden, der Integration komplexer Klinikstrukturen sowie der Verbindung medizinischer und wirtschaftlicher Steuerung. Diese Erfahrungen dürften vorwiegend vor dem Hintergrund der laufenden Krankenhausreform und der anstehenden Umstrukturierungen in Bremen von Bedeutung sein.
Restrukturierung und Fusion prägen die kommenden Jahre
Das Klinikum Bremen-Mitte steht vor weitreichenden Veränderungen. Die bundesweite Krankenhausreform, die zunehmende Ambulantisierung medizinischer Leistungen sowie der anhaltende Fachkräftemangel erhöhen den Anpassungsdruck auf viele Krankenhäuser. Auch in Bremen werden deshalb umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen vorbereitet.
Bis zur geplanten Fusion mit dem Klinikum Links der Weser zum Jahreswechsel 2029/2030 soll der Standort baulich erweitert und organisatorisch neu aufgestellt werden. Darüber hinaus plant die Gesundheit Nord die Zentralisierung der Medizinprodukteaufbereitung sowie der Speisenversorgung. Beide Vorhaben gelten als wichtige Bausteine zur Optimierung von Prozessen und Ressourcen innerhalb des Klinikverbundes.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Gesundheit Nord, Dr. Dorothea Dreizehnter, bezeichnete Leuwer als einen erfahrenen Krankenhausmanager mit umfassender Branchenkenntnis. Der neue Krankenhausdirektor selbst verwies auf die Herausforderungen der kommenden Jahre für die gesamte Krankenhauslandschaft. Erfolgreiche Transformationen seien nur möglich, wenn medizinische Qualität, strategische Weiterentwicklung und wirtschaftliche Stabilität gemeinsam betrachtet würden.
Für das Klinikum Bremen-Mitte, das mit rund 2.400 Beschäftigten und etwa 30 Fachkliniken und Instituten das größte Krankenhaus der Hansestadt ist, markiert der Führungswechsel einen wichtigen Schritt in der Vorbereitung auf die zukünftige Rolle als zentraler Maximalversorger. Nach der Zusammenführung mit dem Klinikum Links der Weser und dem Herzzentrum soll im Herzen Bremens ein leistungsstarker Klinikstandort mit überregionaler Bedeutung entstehen.




