Fusion Klinikum Bremen-Mitte und Links der Weser: Vorentwurfsplanung abgeschlossen

Gesundheit Nord erreicht wichtigen Meilenstein – Kostensteigerung im Rahmen, Fertigstellung nun für 2029 geplant

Die geplante Fusion der Krankenhäuser Bremen-Mitte und Links der Weser ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Die Vorentwurfsplanung für die erforderlichen Bau- und Umbaumaßnahmen am Klinikum Bremen-Mitte wurde fristgerecht vorgelegt, von den zuständigen Stellen freigegeben und dem Aufsichtsrat der Gesundheit Nord präsentiert.

Die Ergebnisse bestätigen die bisherigen Annahmen: Die Fusion ist medizinisch sinnvoll, wirtschaftlich notwendig und baulich realisierbar. Die Kosten liegen nach aktueller Schätzung bei rund 170 Millionen Euro, was einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber der Machbarkeitsstudie (148 Mio. Euro) entspricht und damit im üblichen Toleranzrahmen bleibt.

Anpassungen bei Zeit- und Bauplanung

Die vertiefte Planung verdeutlicht jedoch, dass einzelne Maßnahmen komplexer werden als zunächst angenommen. So wird der „Lückenschluss“, der Platz für Herzkatheterlabore und Herz-OPs schaffen und mehrere Gebäudeteile verbinden soll, erst im November 2029 fertiggestellt – ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Gründe hierfür sind unter anderem statische Anforderungen wie tiefere Pfahlgründungen, die Verlegung von Grundleitungen und zusätzliche Bauarbeiten in Haus 1, das teilweise neu errichtet werden muss. Auch die Außenanlagen, einschließlich der Rettungswagenzufahrt und Anlieferungsbereiche, müssen neu geplant werden. Längere Lieferzeiten für technische Komponenten verstärken die zeitliche Verzögerung.

Nächste Schritte bis 2026

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung beauftragt, bis Ende des ersten Quartals 2026 die Entwurfsplanung (EW Bau) vorzulegen. Diese soll eine exakte Kostenberechnung enthalten und die Grundlage für die weitere Umsetzung bilden.

Geschäftsführung sieht Weichen für Zukunft gestellt

„Ich bin froh, dass wir damit einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Fusion geschafft haben“, erklärte Dr. Dorothea Dreizehnter, Geschäftsführerin Medizin und Vorsitzende der Geschäftsführung der Gesundheit Nord. Besonders hob sie die intensive Zusammenarbeit zwischen Fachplanern und künftigen Nutzern hervor: „Nun zeichnet sich immer konkreter ab, wie der künftige Maximalversorger für Bremen aussehen wird.“

Auch inhaltlich sei die Fusion der richtige Schritt: „Wir werden in der Zukunft damit umgehen müssen, dass die Zahl der Fachkräfte weiter abnimmt, dass der Bedarf an stationären Betten sinkt und die Erkrankungen zugleich immer komplexer werden. Nur mit einer Neuaufstellung der Gesundheit Nord werden wir auch künftig die gesundheitliche Versorgung der Menschen in Bremen und dem Umland sicherstellen und zugleich in wirtschaftlich sicheres Fahrwasser kommen.“