Führungswechsel am Marienhospital Stuttgart: Interim-Duo übernimmt Geschäftsführung

Dr. Jan Schlenker und Michael Kilb folgen auf bisherige Doppelspitze – Fokus auf Stabilität in der Übergangsphase

Foto Dr. Jan Schlenker

Erfahren in der Krankenhausleitung
Mediziner und Ökonom Dr. Jan Schlenker ist Geschäftsführender Partner bei der Managementberatungsfirma Borchers & Kollegen mit Sitz in Münster.
Foto: Borchers & Kollegen

Wie das Marienhospital Stuttgart und die Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH mitteilen, kam es zum 13. April 2026 zu einer Neubesetzung an der Spitze der Gesellschaft. Die bisherige Geschäftsführung, bestehend aus Claudia Graf und Bettina Lammers, wurde durch Dr. Jan Schlenker abgelöst, der die Leitung fortan gemeinsam mit Michael Kilb interimistisch übernimmt.

Der Wechsel in der Führungsetage des renommierten Stuttgarter Krankenhauses markiert den Beginn einer strategischen Übergangsphase. Dr. Jan Schlenker, Mediziner und Ökonom sowie Partner bei der Managementberatung Borchers & Kollegen, bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Krankenhausleitung und Beratung in die neue Aufgabe ein. Unterstützt wird er von Michael Kilb, der als erfahrener Interim Manager ebenfalls auf eine langjährige Expertise in der Führung freigemeinnütziger Krankenhausorganisationen zurückblicken kann.

Ziel der personellen Neuaufstellung ist es, die Kontinuität des Gesellschafters und der angeschlossenen Einrichtungen – zu denen neben dem Marienhospital auch die Vinzenz Klinik, die Vinzenz Therme in Bad Ditzenbach sowie die Luise von Marillac Klinik in Bad Überkingen gehören – sicherzustellen. Die Trägerin, die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal e. V., begleitet diesen Prozess engmaschig.

Laut Mitteilung der Gesellschaft bleiben die operativen Abläufe sowie die bestehenden Ansprechpartner für Mitarbeiter und Patienten unverändert. Die interimistische Führung soll die Organisation stabilisieren, bis eine langfristige Nachfolgelösung für die Geschäftsführung etabliert ist.

Grund für den Schritt seien wirtschaftliche Defizite und Unstimmigkeiten über den künftigen Sanierungskurs. Nachdem das Marienhospital bereits in den vergangenen Jahren negative Ergebnisse verzeichnete, werde auch für das Geschäftsjahr 2025 mit einem erneuten Defizit gerechnet. Laut Stuttgarter Nachrichten bestätigte die Klinikleitung, dass „unterschiedliche Vorstellungen über den Veränderungsprozess im Unternehmen in wirtschaftlich fordernden Zeiten“ zur Trennung von der bisherigen Doppelspitze führten.

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