Erfolgsmodell „Steirischer Weg“: KAGes und Barmherzige Brüder ziehen Bilanz

Über 500 urologische Operationen seit Sommer 2025 – Trägerübergreifende Kooperation halbiert Wartezeiten

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz und die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) ziehen eine überaus positive Bilanz ihrer im Sommer 2025 gestarteten Kooperation in der urologischen Patientenversorgung. Durch das innovative Modell konnten bereits über 500 Patientinnen und Patienten operiert werden. Das Besondere: Die Patienten werden stationär bei den Barmherzigen Brüdern aufgenommen und dort pflegerisch sowie anästhesiologisch betreut, während die chirurgischen Eingriffe durch Fachärztinnen und -ärzte des LKH-Univ. Klinikums Graz erfolgen.

Diese Zusammenarbeit ist zentraler Bestandteil des „Uro-Netzwerks“ Steiermark. Ziel dieses Netzwerks ist eine gezielte Ressourcensteuerung: Während hochkomplexe Eingriffe an den Zentren in Graz und Leoben gebündelt werden, finden routinetaugliche und minimalinvasive Operationen – inklusive roboterassistierter Verfahren – an Standorten wie Deutschlandsberg, Rottenmann, Fürstenfeld und eben bei den Barmherzigen Brüdern statt. Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl betonte, dass dieser „neue Weg“ die Bevölkerung schneller zur notwendigen Behandlung führe und Wartelisten spürbar entlaste.

Auch die Vorstände der KAGes, Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark und Mag. DDr. Ulf Drabek, unterstrichen den strategischen Wert des Modells. Die Kooperation ist bereits im Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG St-2030) verankert und gilt als wirtschaftlich und strukturell zukunftsweisend. Durch die Nutzung freier OP-Kapazitäten bei den Barmherzigen Brüdern in Kombination mit der universitären Expertise des LKH Graz werde eine bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt, die über Trägergrenzen hinweg den Patientennutzen in den Mittelpunkt stelle.

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