Katholische Krankenhausträger in Bonn wollen Krankenhausplanung künftig gemeinsam gestalten

GFO und Gemeinschaftskrankenhaus Bonn bündeln Kräfte für eine zukunftssichere Versorgung in der Region

Die katholischen Krankenhausträger in Bonn – die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) und das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn (GKH) – wollen die Herausforderungen der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen künftig gemeinsam angehen. Wie beide Träger mitteilen, haben in den vergangenen Wochen vertrauliche Gespräche und Abstimmungen auf Geschäftsführungsebene stattgefunden, um eine strategische Zusammenarbeit zu entwickeln.

Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in der Region nachhaltig und zukunftsfähig auszurichten. Die GFO ist in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit den Standorten St. Marien Hospital, St. Josef Hospital, dem Cura Krankenhaus in Bad Honnef sowie den beiden Standorten der GFO Kliniken Troisdorf vertreten. Das GKH operiert innerhalb der Stadt Bonn an den Standorten St. Petrus, St. Elisabeth und St. Johannes. Zusammen versorgen beide Träger jährlich rund 70.000 stationäre und 130.000 ambulante Patientinnen und Patienten.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen vor allem die gesetzlichen Vorgaben zur Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft sowie die ab 2026 geplante Verlagerung bestimmter bislang stationär erbrachter Leistungen in den ambulanten Bereich. Beide Organisationen sehen darin eine Chance, die Versorgung neu auszurichten. Der Schwerpunkt der zukünftigen Zusammenarbeit soll auf der Entwicklung sektorenübergreifender Versorgungsmodelle liegen – unter anderem durch gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, medizinischen Ressourcen und abgestimmten Prozessstrukturen.

„Die anstehenden Veränderungen im Gesundheitswesen verlangen neue Wege der Zusammenarbeit“, betont Thorsten Kopp, Geschäftsführer des GKH. Jan-Philipp Kasch, Geschäftsführer der GFO, ergänzt: „Wir wollen nun die nächste Zeit zur gemeinsamen Ideenentwicklung nutzen, um die Stärken beider Träger zusammenzubringen, Synergien zu nutzen sowie die Versorgung in Bonn und der Region zukunftsfest aufzustellen.“

In den kommenden Monaten sollen weitere Strategiefelder und Denkmodelle ausgearbeitet werden, um die Kooperation zu konkretisieren und gezielt auf die Anforderungen der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen auszurichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert