Kliniken in NRW unter Druck: 15. Insolvenz seit 2022

Laumann fordert Korrekturen an geplanter GKV-Reform

In Nordrhein-Westfalen ist mit dem Marien-Hospital Erftstadt das 15. Krankenhaus seit 2022 in ein Insolvenzverfahren geraten. Laut der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen wächst damit der wirtschaftliche Druck auf die stationäre Versorgung weiter, wie die Rheinische Post berichtet. Parallel kündigt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an, im Bundesrat gegen zusätzliche Belastungen aus der geplanten GKV-Reform der Bundesregierung vorzugehen.

Die Zahl insolventer Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen hat sich seit 2022 deutlich erhöht. Mit dem aktuellen Fall des Marien-Hospitals Erftstadt steigt die Gesamtzahl auf 15 Einrichtungen, die in ein Insolvenzverfahren geraten sind. Aus Sicht der Krankenhausgesellschaft NRW ist dies ein deutliches Signal für die angespannte wirtschaftliche Lage vieler Standorte.

Die Entwicklungen stehen im Kontext steigender Kosten, struktureller Reformen und unzureichender Refinanzierung im stationären Sektor. Viele Kliniken berichten bereits seit längerem von defizitären Betriebsergebnissen, insbesondere in der Grund- und Regelversorgung.

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