BG Kliniken planen Zusammenschluss von Bochum und Duisburg
Unfallversicherungsträger bekennen sich langfristig zu beiden Standorten im Ruhrgebiet
Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben die Zukunft ihrer nordrhein-westfälischen Klinikstandorte gesichert. Der Hauptausschuss der BG Kliniken beschloss am 8. Juni 2026 einstimmig, das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum und das BG Klinikum Duisburg langfristig zu stärken und gemeinsam weiterzuentwickeln. Ziel ist es, beide Einrichtungen unter dem Dach einer gemeinsamen gemeinnützigen Gesellschaft (gGmbH) zusammenzuführen und zu einem Unternehmen zu verschmelzen.
Dem Beschluss ging eine umfassende Prüfung der strategischen Zukunftsperspektiven beider Standorte voraus. Nach Angaben der BG Kliniken soll der Zusammenschluss dazu beitragen, Synergien zu nutzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die medizinische Versorgung für unfallversicherte Patientinnen und Patienten dauerhaft zu sichern.
„Das klare Bekenntnis ihrer Träger zum Erhalt der BG Kliniken Bochum und Duisburg ist ein Meilenstein in der Sicherung des medizinischen Versorgungsauftrags für unfallversicherte Patientinnen und Patienten im Ruhrgebiet“, erklärte Reinhard Nieper, Konzerngeschäftsführer der BG Kliniken. Durch die rechtliche Verzahnung beider Einrichtungen entstünden neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Standorte.
Beide Kliniken nehmen eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung des Ruhrgebiets ein. Neben ihrer Bedeutung für die regionale Notfall- und Schwerverletztenversorgung erfüllen sie wichtige Aufgaben im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren. Insbesondere bei der Behandlung von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten nach dem Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) gelten die Einrichtungen als wichtige Versorgungszentren.
Das Bergmannsheil Bochum ist zugleich Teil der Ruhr-Universität Bochum und übernimmt damit wesentliche Aufgaben in Forschung und Lehre. Das BG Klinikum Duisburg arbeitet eng mit der Universität Duisburg-Essen zusammen und ist ebenfalls in wissenschaftliche und akademische Strukturen eingebunden.
Für den Standort Duisburg sind darüber hinaus umfangreiche Investitionen geplant. Nach den Vorstellungen der Träger soll dort in den kommenden Jahren eine neue Rehabilitationsklinik für unfallversicherte Patientinnen und Patienten entstehen. Die Einrichtung soll bundesweit ausgerichtet werden und die rehabilitative Versorgung innerhalb des BG-Klinikverbunds weiter stärken.
Mit dem Beschluss wurde die Konzerngeschäftsführung der BG Kliniken beauftragt, gemeinsam mit beiden Standorten die Voraussetzungen für den strategischen Zusammenschluss zu schaffen. Die konkreten rechtlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen nun geprüft und vorbereitet werden.
Für die Krankenhauslandschaft im Ruhrgebiet stellt die geplante Zusammenführung ein bedeutendes Strukturprojekt dar. Während zahlreiche Kliniken bundesweit unter wirtschaftlichem Druck stehen, setzen die Träger der BG Kliniken damit auf eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung spezialisierter Versorgungsstrukturen in der Unfallmedizin, Rehabilitation sowie Forschung und Lehre.




