Dedalus integriert KI-Sprachdokumentation direkt in ORBIS
voize überträgt gesprochene Pflegeinformationen strukturiert ins KIS – Agaplesion berichtet nach dreimonatiger Pilotierung von bis zu einer Stunde Zeitersparnis je Pflegekraft und Schicht
Dedalus HealthCare und voize integrieren eine KI-gestützte Sprachdokumentation direkt in das Krankenhausinformationssystem ORBIS. Pflegekräfte sollen Informationen künftig während der Versorgung per Sprache erfassen können; die KI strukturiert die Angaben und überträgt sie unmittelbar in ORBIS U. Damit soll das nachträgliche Dokumentieren am Arbeitsplatz reduziert werden.
Die Kooperation verbindet die Spracherkennung und KI-Verarbeitung von voize mit den klinischen Workflows des ORBIS-KIS. Dokumentierte Pflegeinformationen stehen dadurch direkt im Informationssystem zur Verfügung und können dort von den beteiligten Berufsgruppen weiterverwendet werden.
Ziel ist insbesondere, den Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten in der Pflege zu reduzieren und gleichzeitig eine vollständigere strukturierte Dokumentation zu ermöglichen.
Dokumentation direkt während der Pflege
Der Ansatz verlagert die Dokumentation vom stationären Arbeitsplatz an das Patientenbett. Pflegekräfte sprechen die relevanten Informationen ein, während voize die Inhalte analysiert und strukturiert. Anschließend werden die Daten in ORBIS U übertragen.
Dedalus und voize sehen darin neben einer Entlastung der Pflege auch Vorteile für Dokumentationsqualität, Compliance und Erlössicherung. Insbesondere die Aussagen zu möglichen Erlösausfällen beziehungsweise deren Vermeidung stammen dabei von den beteiligten Unternehmen.
Agaplesion meldet bis zu eine Stunde Zeitersparnis pro Schicht
Bei Agaplesion wird voize nach Angaben der Unternehmen bereits produktiv in Verbindung mit ORBIS eingesetzt. Nach einer dreimonatigen Pilotierungsphase habe die Integration eine Zeitersparnis von bis zu einer Stunde Dokumentationszeit pro Pflegekraft und Schicht ermöglicht.
Weitere Angaben zur Größe des Piloten, zur Zahl der beteiligten Pflegekräfte oder zur Methodik der Zeitmessung enthält die Mitteilung nicht. Die genannte Zeitersparnis ist daher als Ergebnis des von den Unternehmen beschriebenen Praxiseinsatzes und nicht als unabhängig evaluierter Effekt einzuordnen.




