Cyberangriff trifft Kreiskliniken Kassel

Standorte Hofgeismar und Wolfhagen bleiben versorgungsfähig – möglicher Datenabfluss wird untersucht

Die Kreiskliniken Kassel sind Opfer eines Cyberangriffs geworden. Betroffen ist der kommunale Klinikbetrieb mit den Standorten Hofgeismar und Wolfhagen. Wie die Kliniken am 8. Oktober 2026 mitteilten, wurde der Angriff frühzeitig erkannt und die vorgesehenen IT-Notfallpläne aktiviert.

Nach Angaben von Betriebsleiter Silvan Uick konnten umgehend Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden. Externe IT-Sicherheitsexperten unterstützen die Untersuchung des Vorfalls und die weitere Absicherung der Systeme. Die medizinische Versorgung an beiden Krankenhausstandorten ist nach Klinikangaben weiterhin vollständig gewährleistet. Patientenaufnahmen, Behandlungen und reguläre Betriebsabläufe seien nicht beeinträchtigt. Auch die telefonische Erreichbarkeit und der E-Mail-Verkehr funktionierten weiterhin.

Der Vorfall wurde dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem Hessischen Datenschutzbeauftragten und dem Hessischen Landeskriminalamt gemeldet. Zudem wurde Strafanzeige erstattet.

Ob bei dem Angriff personenbezogene Daten abgeflossen sind, ist bislang ungeklärt. Die Kliniken kündigten an, mögliche Betroffene bei entsprechenden Erkenntnissen unverzüglich zu informieren. Parallel werden die IT-Sicherheitssysteme überprüft und weitere Schutzmaßnahmen vorbereitet.