Kritik am Gesetzentwurf zur Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs

Fehlende Balance zwischen Frauenrechten und Lebensschutz des ungeborenen Kindes

Das Katholische Büro in Berlin äußert Kritik am Gesetzentwurf zur Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs (BT-Drs. 20/13775). Der Entwurf fokussiere sich nach Ansicht der Kritiker nahezu ausschließlich auf die Rechte ungewollt schwangerer Frauen und vernachlässigt das Lebensrecht des ungeborenen Kindes. Dieser Paradigmenwechsel hin zu einem abgestuften Lebensschutz des Embryos in der Frühphase würde nicht nur ethische und verfassungsrechtliche Fragen aufwerfen, sondern auch weitreichende Folgen für andere Rechtsbereiche nach sich ziehen.

Besonders problematisch sei, dass der Entwurf wesentliche Schutzmechanismen wie die Beratungspflicht, die Reflexionsfrist und Sanktionen bei Verstößen abschafft oder aufweicht. Das Katholische Büro fordert daher eine intensivere politische und gesellschaftliche Debatte, die der Komplexität und Sensibilität des Themas gerecht wird. Der vorliegende Entwurf wird als unzureichend und unausgewogen abgelehnt…