Weißbuch Personalressourcen Kinder- und Jugendgesundheit
„Weißbuch Personalressourcen“ des Bündnisses KJG fordert tiefgreifende Strukturreformen in der Kinder- und Jugendmedizin
Angesichts gravierender Engpässe in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen hat das Bündnis für Kinder- und Jugendgesundheit (KJG) ein „Weißbuch Personalressourcen“ vorgelegt. Die Analyse der Lage in der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Kinder- und Jugendchirurgie zeichnet ein besorgniserregendes Bild: Zu wenig Fachpersonal, überlastete Strukturen und eine Versorgung, die vielerorts nicht mehr gewährleistet werden kann. Ziel des Positionspapiers ist es, mit der kommenden 21. Legislaturperiode des Bundestags den Anstoß für notwendige Reformen zu geben.
Die Kommission Personalressourcen des KJG konstatiert, dass trotz der im internationalen Vergleich sehr hohen Gesundheitsausgaben eklatante Mängel in der Grund- und Spezialversorgung von Kindern und Jugendlichen bestehen. Immer häufiger müssen Kliniken junge Patient:innen abweisen, da qualifiziertes Fachpersonal fehlt. Gleichzeitig bleiben kinderärztliche Praxen unbesetzt, weil Nachfolger:innen fehlen. Besonders betroffen sind dabei ländliche und strukturschwache Regionen.
Das Weißbuch zeigt nicht nur die Probleme auf, sondern legt auch konkrete Lösungsansätze vor. Es versteht sich als Instrument der gesundheitspolitischen Interessenvertretung („Advocacy“) für Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, den Handlungsdruck zu erhöhen und die Personalpolitik im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit ganz oben auf die politische Agenda zu setzen.
Das Weißbuch soll zu Beginn der 21. Legislaturperiode veröffentlicht werden, um frühzeitig Impulse in den gesundheitspolitischen Diskurs einzubringen. Es zielt darauf ab, die Interessen junger Patient:innen systematisch zu vertreten und Entscheidungsträger:innen konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung der Versorgung aufzuzeigen.




