Visualisierung der Folgen des KHVVG für Bayern: Kliniken in Gefahr

Aktionsgruppe warnt vor dramatischen Auswirkungen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes

Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ hat die alarmierenden Folgen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) erneut in den Fokus gerückt und eine eigene Auswirkungsanalyse erstellt. Diese Analyse zeigt, dass insbesondere kleine ländliche Allgemeinkrankenhäuser gezwungen sein werden, ihre Türen zu schließen, da sie die geforderten Strukturanforderungen für die Leistungsgruppen Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie nicht erfüllen können.

Das KHVVG verlangt zwingend eine Leistungsgruppe „Intensivmedizin“ mit spezifischen Voraussetzungen, darunter ein Notfall-Labor, ein Facharzt mit Weiterbildung in Intensivmedizin sowie drei intensivmedizinisch erfahrene Fachärzte, die rund um die Uhr in Rufbereitschaft stehen müssen. Die meisten Krankenhäuser ohne Basisnotfallversorgung werden diese Standards nicht erreichen können, was langfristig 143 der derzeit 352 bayerischen Krankenhäuser ohne Basisnotfallversorgung gefährdet.

In Reaktion auf das bereits verabschiedete Krankenhaustransparenzgesetz hat die Aktionsgruppe in Zusammenarbeit mit Medienberater Manuel Jokiel einen Klinikatlas „Kliniken in Gefahr“ erstellt. Dieser Atlas visualisiert die bedrohten Kliniken in Bayern und Deutschland.

Die gravierenden Folgen des KHVVG stellen eine ernsthafte Bedrohung für die flächendeckende klinische Versorgung in Bayern dar. Daher fordert die Aktionsgruppe den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Prävention und Pflege auf, sich intensiv mit der kritischen Lage der bayerischen Krankenhäuser auseinanderzusetzen.