UKGM-Klinikdirektoren prangern ungleiche Investitionsförderung an

Offener Brief an die Landesregierung Hessen: „Extreme Ungleichbehandlung“ zwischen Gießen, Marburg und Frankfurt

Gießen/Marburg. – Klinikdirektorinnen und -direktoren des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) haben in einem offenen Brief an Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) scharfe Kritik an der Investitionspolitik des Landes Hessen geübt. Sie beklagen eine „extreme Ungleichbehandlung“ gegenüber dem Universitätsklinikum Frankfurt.

Nach Angaben der Unterzeichnenden habe das Frankfurter Uniklinikum in den vergangenen Jahren mehr als 150 Millionen Euro jährlich an pauschaler Investitionsförderung sowie zusätzliche Zuschüsse erhalten. Den Standorten Gießen und Marburg seien hingegen im Rahmen des mit dem Land geschlossenen Zukunftsvertrags lediglich jeweils 25 Millionen Euro zugestanden worden. Dadurch sei ein „existenzgefährdender Investitionsstau“ entstanden, heißt es in dem Schreiben, das von 65 der 72 Klinikdirektorinnen und -direktoren des UKGM unterzeichnet wurde, berichtet die ZEIT (dpa).