Sektorengrenzen in der Medizin überwinden
AWMF fordert integrative Versorgung zur Verbesserung der Patientenbetreuung
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) plädiert für eine engere Zusammenarbeit zwischen ambulanten, stationären und rehabilitativen Versorgungsbereichen. Ziel ist eine sektorenübergreifende Versorgung, die Hürden wie Informationsverluste und Doppeluntersuchungen minimiert und die Patientensicherheit erhöht.
Potenziale und Reformansätze:
- Best-Practice-Beispiele: Modellprojekte wie die „Stationsäquivalente Behandlung“ in der Psychiatrie zeigen, dass patientenzentrierte Ansätze erfolgreich institutionelle Barrieren überwinden können.
- Krankenhausreform: Die Einführung von Hybrid-DRGs und tagesstationären Behandlungen fördert sektorengleiche Vergütung und Kooperation zwischen den Bereichen. Kleine Krankenhäuser sollen zu sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen ausgebaut werden.
Forderungen:
- Eine regionale, gemeinsame Planung von ambulanten und stationären Leistungen.
- Wissenschaftliche Expertise der Fachgesellschaften stärker einbeziehen.
- Weitere Reformschritte, um institutionelle Trennlinien langfristig abzubauen.
Beim Berliner Forum diskutiert die AWMF mit Expertinnen und Experten konkrete Handlungsempfehlungen für eine effektivere Patientenversorgung.




