Neues Abrechnungssystem belastet Geburtsstationen: Viele Hebammen geben Tätigkeit in Kliniken auf

Bayern besonders betroffen – Freiberufliche Hebammen befürchten bis zu 30 % Einkommensverlust / Kliniken prüfen Festanstellung als Ausweg

Mit dem zum 1. November 2025 in Kraft getretenen neuen Hebammen-Hilfevertrag verschärft sich die Lage in den bayerischen Geburtsstationen spürbar. Viele freiberufliche Hebammen kündigen ihre Tätigkeit im Kreißsaal – aus Sorge vor erheblichen finanziellen Einbußen. Bundesweit hatten alle vier Hebammenverbände im Vorfeld gegen das neue Abrechnungssystem protestiert. Eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks zeigt nun deutliche Auswirkungen: An rund 20 bayerischen Kliniken haben Beleghebammen ihre Arbeit niedergelegt.