Neue GOÄ nimmt konkrete Formen an – Bundesärztekammer sieht gute Chancen für Reform
BÄK-Präsident Reinhardt berichtet über Fortschritte im BMG, politische Unterstützung und einen ambitionierten Zeitplan bis 2027
Nach Einschätzung der Bundesärztekammer (BÄK) stehen die Chancen für eine grundlegende Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) so gut wie seit Jahren nicht mehr. Wie BÄK-Präsident Klaus Reinhardt gegenüber Journalisten in Berlin erklärte, werde im Bundesministerium für Gesundheit derzeit intensiv an der von Bundesärztekammer, Privater Krankenversicherung und Beihilfe gemeinsam entwickelten neuen GOÄ gearbeitet, berichtet das Ärzteblatt. Grundlage hierfür sei eine fest installierte Arbeitsgruppe im Ministerium, die sich regelmäßig mit der Ausgestaltung der Novelle befasse. Reinhardt sprach in diesem Zusammenhang von einem fortgeschrittenen „Erklärungsmodus“, in dem es darum gehe, dem Verordnungsgeber die Inhalte und Systematik der neuen Gebührenordnung im Detail zu vermitteln. Aus Sicht der Bundesärztekammer sei klar festzustellen: „Es geht voran.“
Die seit Jahren blockierte Reform der GOÄ gewinnt deutlich an Dynamik: Mit politischer Rückendeckung, wachsendem Reformdruck aus den Beihilfestellen und intensiver Arbeit im Bundesgesundheitsministerium rückt eine neue Gebührenordnung für Ärzte erstmals realistisch in greifbare Nähe – auch wenn der angestrebte Start 2027 ambitioniert bleibt.






