ikk classic: Fast jeder fünfte Verdacht auf Behandlungsfehler bestätigt

IKK classic meldet 3.137 Verdachtsfälle im Jahr 2025 – in 18,4 Prozent der begutachteten Fälle bestätigte der Medizinische Dienst den Verdacht

Bei der IKK classic sind im vergangenen Jahr 3.137 Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler eingegangen. Damit ist die Zahl der Meldungen gegenüber 2024 um 3,4 Prozent zurückgegangen. In 571 Fällen veranlasste die Krankenkasse eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Bei 18,4 Prozent der überprüften Fälle bestätigte sich der Verdacht auf einen Behandlungsfehler. Zum 30. Juni 2026 waren bei der IKK classic noch 2.204 Fälle in Bearbeitung.

Die Zahl der bei der IKK classic gemeldeten Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler ist 2025 leicht zurückgegangen. Insgesamt gingen bei der Krankenkasse 3.137 Meldungen ein. Im Vorjahr waren es noch 3.247 Fälle. Dies entspricht einem Rückgang um 3,4 Prozent.

Von den eingegangenen Meldungen sah die IKK classic in 571 Fällen ausreichende Anhaltspunkte für eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. 2024 waren es 605 Fälle. Der Medizinische Dienst prüft dabei unabhängig, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt und ob dieser zu einem gesundheitlichen Schaden geführt hat.

In 18,4 Prozent der Fälle bestätigt sich der Verdacht

In 18,4 Prozent der überprüften Fälle bestätigte der Medizinische Dienst den Verdacht auf einen Behandlungsfehler. Damit lag die Bestätigungsquote leicht unter dem Vorjahreswert von 19,4 Prozent.

Zum 30. Juni 2026 befanden sich nach Angaben der IKK classic noch 2.204 Fälle in Bearbeitung.

Ein Behandlungsfehler kann nach Angaben der Krankenkasse unterschiedliche Bereiche der medizinischen Versorgung betreffen. Dazu zählen unter anderem die Diagnostik, Therapie, Medikation, operative Eingriffe und die Nachsorge. Auch eine unzureichende Aufklärung über Behandlungsrisiken oder mögliche Alternativen kann rechtlich relevant sein.

Krankenkasse sieht weiterhin hohe Bedeutung der Fehleraufarbeitung

Trotz des Rückgangs der Meldungen sieht die IKK classic weiterhin eine hohe Bedeutung in der systematischen Prüfung möglicher Behandlungsfehler. Viktoria Durnberger von der IKK classic betont, dass jeder begründete Verdacht geprüft werden müsse.

Die Aufarbeitung möglicher Fehler könne dazu beitragen, Behandlungsabläufe zu verbessern und die Patientensicherheit zu stärken. Zugleich geht die Krankenkasse davon aus, dass nicht alle tatsächlichen Behandlungsfehler erkannt und gemeldet werden.

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