St.-Clemens-Hospital Geldern eröffnet neue Überwachungsstation

Sechs Überwachungsbetten sollen Patientensicherheit erhöhen und Intensivkapazitäten entlasten

Das St.-Clemens-Hospital Geldern hat Anfang Juli eine neue Überwachungsstation in Betrieb genommen. Die Einheit mit sechs Überwachungsbetten richtet sich an Patientinnen und Patienten, die nach internistischen oder kardiologischen Eingriffen eine engmaschige Überwachung benötigen, ohne intensivmedizinisch behandelt werden zu müssen. Ziel ist eine bessere Versorgungssicherheit und eine gezieltere Nutzung der Intensivkapazitäten.

Mit der neuen Überwachungsstation reagiert das Krankenhaus auf den steigenden Bedarf an intermediärer Versorgung zwischen Normalstation und Intensivstation. Nach Angaben des St.-Clemens-Hospitals sollen insbesondere Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Überwachungs- und Pflegebedarf von der neuen Struktur profitieren. Die Station wurde innerhalb weniger Monate in den Räumlichkeiten der bisherigen Operativen Patientenaufnahme eingerichtet. Seit Anfang 2026 arbeiteten Fachleute aus Medizin, Pflege, Qualitätsmanagement, Technik und Einkauf an der Planung und Umsetzung. Parallel dazu wurde ein spezialisiertes Pflegeteam aufgebaut.

Christian Lanz, Pflegedirektor des Krankenhauses, betont, dass die neue Einheit dazu beitragen solle, jeder Patientin und jedem Patienten die individuell notwendige Betreuung auf hohem pflegerischem Niveau zu ermöglichen.

Entlastung der Intensivstation

Die Überwachungsstation bietet eine kontinuierliche Monitorüberwachung der Herz-Kreislauf-Funktionen sowie eine engmaschige pflegerische Betreuung. Dadurch können Intensivbetten gezielter für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten vorgehalten werden.

Lukas Matyschik, Leiter des Qualitätsmanagements, sieht in der neuen Struktur einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit. Durch klar definierte Prozesse und Zuständigkeiten zwischen Normalstation, Überwachungsstation und Intensivstation sollen die Behandlungsabläufe optimiert und zusätzliche Sicherheitsreserven geschaffen werden.

Spezialisierte Pflege und kardiologische Leitung

Die Leitung der neuen Station übernimmt Vanessa Löw, die zuvor auf der Intensivstation tätig war. Gemeinsam mit acht weiteren Pflegefachkräften versorgt sie die Patientinnen und Patienten der neuen Einheit. Viele Teammitglieder verfügen bereits über Erfahrung aus der Intensivpflege oder von Überwachungsstationen anderer Krankenhäuser.

Die medizinische Verantwortung liegt bei Dr. med. Frithjof Schlegel, Leiter der Kardiologie des St.-Clemens-Hospitals. Nach seiner Einschätzung ermöglicht die neue Einheit eine sichere Überwachung nach geplanten Eingriffen oder in Notfallsituationen, ohne wertvolle Intensivkapazitäten zu belegen.

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