KV-Vorstände unterstützen Warken: Sparvorschläge im Krankenhaussektor als Chance für Reform

Hessen und Baden-Württemberg: Mutige Ansätze ermöglichen Umbau zu effizientem, zukunftsfähigem Gesundheitssystem

Die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Hessen und Baden-Württemberg haben die Sparvorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ausdrücklich gelobt. Im Zentrum stehen Einsparungen im Krankenhaussektor, der bisher als kostenintensiv und wenig effizient kritisiert wird.

Frank Dastych und Armin Beck (KV Hessen) sowie Dr. Karsten Braun und Dr. Doris Reinhardt (KV Baden-Württemberg) sehen in den Vorschlägen eine klare Chance für den Umbau des Gesundheitswesens. Sie betonen, dass bisher als unveränderlich geltende Strukturen nun erstmals adressiert werden und die Reform nicht auf Kosten der ambulanten Versorgung erfolgen soll. Ziel sei es, neue, effiziente ambulante und teilstationäre Strukturen aufzubauen und gleichzeitig Fehlsteuerungen im Rahmen der Krankenhausreform zu korrigieren.

Darüber hinaus mahnen die KV-Vorstände, den Arzneimittelsektor nicht zu vernachlässigen. Hohe Preise in Deutschland seien nicht gerechtfertigt und behinderten eine nachhaltige, unabhängige Produktion in Deutschland und Europa.