Bundesgesundheitsministerin erwartet zehn Milliarden Euro mehr Krankenhaus-Ausgaben im Jahr 2025

Ankündigung weiterer Sparmaßnahmen – Kliniken sprechen von Vertrauensbruch und wachsender Bürokratie

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechnet für das Jahr 2025 mit einem deutlichen Ausgabenanstieg der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Krankenhausbereich. Bei der Eröffnung des 48. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf erklärte Warken, die GKV-Krankenhausausgaben würden voraussichtlich auf rund 112 Milliarden Euro ansteigen – „etwa zehn Milliarden Euro mehr als 2024“. Bereits im vergangenen Jahr seien die Kosten „um mehr als neun Prozent gestiegen“. Für 2025 zeichne sich eine „noch größere Belastung“ ab.

Um die Entwicklung abzufedern, verwies Warken auf das einmalige Aussetzen der Meistbegünstigungsklausel. Die Ausgabensteigerungen könnten damit 2026 „um bis zu 1,8 Milliarden Euro gedämpft“ werden. Dies sei notwendig, so die Ministerin, um das „übergeordnete Ziel der Beitragssatzstabilität“ zu sichern. Zudem kündigte sie für das kommende Jahr weitere Sparmaßnahmen in anderen Bereichen an, um „ein deutlich zweistelliges Defizit“ der GKV auszugleichen.

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