KPMG zeigt neue Ansätze für interne Revision im Krankenhaus

Whitepaper liefert Praxisbeispiele zu Risiken, Prozessen und KI-Einsatz

Wie KPMG in einem aktuellen Whitepaper darlegt, gewinnt die interne Revision im Krankenhaus zunehmend an strategischer Bedeutung für das Risikomanagement. Anhand von vier Praxisbeispielen zeigt das Unternehmen, wie Krankenhäuser Risiken in den Bereichen Personal, Abrechnung, IT und Liquidität früher erkennen und steuern können. Die Publikation stellt zudem dar, wie digitale Tools und Künstliche Intelligenz die Prüfungs- und Steuerungsfunktion nachhaltig stärken können.

Die Anforderungen an die interne Revision im Krankenhaus haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Neben klassischen Prüfaufgaben rücken zunehmend komplexe Prozess- und Steuerungsfragen in den Vordergrund, insbesondere im Kontext steigender wirtschaftlicher Unsicherheiten, Fachkräftemangel und zunehmender Regulierung im Gesundheitswesen. Vor diesem Hintergrund hat KPMG ein Whitepaper veröffentlicht, das anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt, wie Krankenhäuser ihre interne Revision weiterentwickeln können.

Im Zentrum der Betrachtung stehen vier wesentliche Prüfungsfelder: Personal, Abrechnung, IT sowie Liquidität. Für den Bereich Personal werden Risiken im Zusammenhang mit Dienstplanung, Qualifikationsnachweisen und Vertretungsregelungen adressiert. In der Abrechnung liegt der Fokus auf der korrekten Dokumentation und Kodierung medizinischer Leistungen sowie der Vermeidung von Erlösrisiken. Im IT-Bereich werden Schwachstellen in der Informationssicherheit, Systemzugriffe und Schnittstellen zwischen verschiedenen Krankenhausinformationssystemen thematisiert. Die Liquiditätssteuerung wiederum gewinnt vor dem Hintergrund volatiler Finanzierungsbedingungen und steigender Kostenstrukturen an Bedeutung.

Das Whitepaper hebt hervor, dass die interne Revision nicht mehr ausschließlich als Kontrollinstanz verstanden werden sollte, sondern zunehmend als unterstützendes Steuerungsinstrument im Krankenhausmanagement fungiert. Durch frühzeitige Risikoerkennung können Fehlentwicklungen in Prozessen identifiziert und gezielt Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dabei kommt der Digitalisierung eine zentrale Rolle zu. Digitale Analysewerkzeuge ermöglichen eine effizientere Auswertung großer Datenmengen, während der Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten zur Mustererkennung und Risikoprognose eröffnet.

Vorallem im Zusammenspiel von Datenanalyse und revisionssicherer Dokumentation ergeben sich laut der Publikation neue Potenziale für eine stärkere Verzahnung von Controlling, Compliance und Qualitätsmanagement. Krankenhäuser können dadurch nicht nur regulatorische Anforderungen besser erfüllen, sondern auch ihre wirtschaftliche Stabilität verbessern.

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