Hybrid-DRG: Kritik an falschen Anreizen und Versorgungsrisiken
Kliniken warnen vor steigenden Kosten und sinkender Versorgungsqualität
Die Politik verfolgt das Ziel, mehr bisher stationär erbrachte Leistungen ambulant durchzuführen und setzt dafür auf das neue Vergütungssystem der Hybrid-DRG. Dieses kombiniert die Kalkulation für stationäre und ambulante Leistungen zu einem Mischpreis. Ziel sei eine stärkere Ambulantisierung, wie sie in anderen Ländern bereits üblich ist.
Kritik an der Umsetzung kommt unter anderem von Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen. Im f&w-Klinikpodcast warnt er vor den Folgen des Systems: „Wir haben jetzt ein Parallelsystem geschaffen, das nicht zusammenpasst. Die Hybrid-DRG sind eine chimärenhafte Kreuzung zweier Vergütungssysteme.“ Schaffert sieht darin falsche Anreize, steigende Kosten und Gefahren für die Versorgungsqualität.




