Hessen setzt Krankenhausreform zügig um – Forderungen nach Änderungen bleiben

Kongress „Zukunft Gesundheit“ diskutiert zentrale Herausforderungen

Beim Kongress „Zukunft Gesundheit“ des Klinikverbunds Hessen in Wiesbaden wurde über die Umsetzung der Krankenhausreform und weitere Themen der Gesundheitsversorgung diskutiert. Dr. Sonja Optendrenk, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Gesundheit, betonte die enge Zusammenarbeit mit den Akteuren im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, Spielräume für lokale Anpassungen zu nutzen – trotz der engen Vorgaben des Krankenhausreformgesetzes (KHVVG).

Kontroverse um Leistungsgruppen und Vorhaltebudget

Während die Einführung von Leistungsgruppen als sinnvolles Instrument zur Krankenhausplanung anerkannt wurde, kritisierten Achim Neyer (Klinikverbund Hessen) und Dr. Optendrenk das geplante Vorhaltebudget ab 2027. Sie forderten eine Verschiebung der Einführung, da Zeitdruck und unklare Finanzierungsregelungen erhebliche Risiken für die Krankenhäuser darstellten.

Finanzierung des Transformationsfonds umstritten

Johannes Wolff (GKV-Spitzenverband) warnte vor weiteren Sparmaßnahmen und kritisierte die Teilfinanzierung des Transformationsfonds durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Er deutete an, dass juristische Schritte gegen diese Regelung möglich seien. Neyer ergänzte, dass der Fonds nicht ausreiche, um die nötigen strukturellen Anpassungen umzusetzen.

Weitere Themen: Ambulantisierung, Notfallversorgung, wirtschaftliche Lage

Neben der Krankenhausreform wurden Themen wie die zunehmende ambulante Behandlung, die Erwartungen der Gesundheitsberufe, die Notfallversorgungsreform und Kooperationsstrategien der Kliniken erörtert.

Zum Abschluss des Kongresses gab es eine positive Resonanz der Teilnehmenden. Der nächste Kongress „Zukunft Gesundheit“ findet im März 2026 statt.