Fonds zielgerichtet und bürokratiearm einsetzen – VKD-Präsident Dirk Köcher fordert klare Anpassungen am Transformationsfonds
Forderungen zur Optimierung der Krankenhausreform und zur Sicherstellung der Finanzierung
Im Rahmen des DRG-Forums in Berlin äußerte sich Dirk Köcher, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), kritisch zum Transformationsfonds und den derzeitigen Herausforderungen für die Krankenhäuser. Köcher betonte, dass der Fonds grundsätzlich positiv zur Finanzierung der Krankenhausreform beitragen könne, jedoch nachgebessert werden müsse, um seine Ziele zu erreichen.
Ein zentrales Anliegen war, dass 100%-Förderungen ohne Eigenanteile für die Projekte notwendig seien, da die DRG-Vergütung ausschließlich die Betriebskosten abdeckt, jedoch keine Mittel für Investitionen vorsieht. Auch die derzeitige Trennung zwischen Bestandssanierung und Erweiterung solle flexibler gehandhabt werden, um die klinischen Umbauten effizienter zu gestalten.
Besonders problematisch sei auch die Finanzierung des Fonds. 50 Milliarden Euro sind für den Zeitraum von 2026 bis 2035 vorgesehen, die jedoch hälftig aus den Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenkassen und den Bundesländern stammen sollen. Köcher wies darauf hin, dass viele Krankenhäuser aufgrund der niedrigen Investitionsquote und der finanziellen Belastung durch Corona und Inflation diese Mittel nicht ohne Weiteres selbst aufbringen können.
Köcher plädierte daher für eine stabile Finanzierung des Transformationsfonds und forderte eine verstärkte Unterstützung durch die neue Bundesregierung, die sich für eine praktikable Umsetzung der Krankenhausreform einsetzen müsse.
Der Transformationsfonds ist ein zentraler Bestandteil der Krankenhausreform, bei der in den kommenden Jahren dringend notwendige Investitionen in die Krisenfestigkeit und Infrastruktur der Krankenhäuser getätigt werden sollen. Ob der Fonds in seiner jetzigen Form tatsächlich zu den gewünschten Zielsetzungen führt, bleibt jedoch abzuwarten.




