Experten kritisieren geplante Ausweitung der Hybrid-DRG
Fachvertreter warnen auf dem Deutschen Krankenhaustag vor unrealistischen Fallzahlen und medizinisch fragwürdigen Leistungen
Die politisch vorgegebenen Zielzahlen – bis zu zwei Millionen Fälle bis 2030 – seien medizinisch nicht begründbar und praktisch kaum umsetzbar. VLK-Präsident Michael Weber forderte eine Begrenzung der Hybrid-DRG, bis die bisherigen Auswirkungen ausgewertet seien. Auch InEK-Geschäftsführer Frank Heimig stellte das Instrument grundsätzlich infrage. Viele der neu zugeordneten Leistungen seien nicht sinnvoll ambulantisierbar, und völlig unklar sei, wie die massive Ausweitung erreicht werden solle. DKG-Vertreter Roland Laufer bezeichnete die Hybrid-DRG als „Kürzungsinstrument“ und betonte, dass zahlreiche Beispiele zeigten, dass die Leistungen nicht sicher ambulant erbracht werden könnten.




