Neue Regeln, neue Risiken: Leistungsgruppen im Fokus des Medizincontrollings

Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz bringt neue Planungs- und Vergütungsinstrumente – Kodierqualität und Notfallversorgung rücken in den Vordergrund

Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) werden Leistungsgruppen als neues Planungs- und Vergütungsinstrument eingeführt. Dieser Paradigmenwechsel stellt das Medizincontrolling vor tiefgreifende Veränderungen.

Die Kodierqualität wird künftig von existenzieller Bedeutung sein: Fehler oder Unschärfen können nicht nur die Erlössicherung, sondern auch die Leistungszuordnung gefährden. Notfälle erhalten im neuen System einen höheren Stellenwert, wodurch sowohl Dokumentationspflichten als auch interne Prozessabläufe angepasst werden müssen. Zudem rücken Fachabteilungsschlüssel stärker in den Fokus, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die Abrechnung haben werden.

Jens-Uwe Füldner analysiert in seinem Beitrag in der KU Special Medizincontrolling, Ausgabe 9/2025 die konkreten Folgen für das operative Medizincontrolling. Der Artikel zeigt, dass es künftig nicht allein um Kodierung und Abrechnung geht, sondern um die aktive Steuerung klinischer Prozesse im Spannungsfeld zwischen medizinischer Versorgung, Planungsvorgaben und Vergütungssystem.