OPS 3-311: Intraoperative Autofluoreszenz der Nebenschilddrüsen
Strategische Bedeutung der neuen Prozedur für die Dokumentation und die Weiterentwicklung des G-DRG-Systems 2026
In der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie stellt der unbeabsichtigte Verlust oder die Schädigung der Epithelkörperchen eine schwerwiegende postoperative Komplikation (Hypoparathyreoidismus) dar. Um dieses Risiko zu minimieren, hat sich die intraoperative Darstellung der Nebenschilddrüsen mittels Autofluoreszenz-Technologie als innovatives Verfahren etabliert. Mit der Einführung des spezifischen OPS-Kodes 3-311 können Kliniken diese Leistung im Jahr 2026 erstmals präzise im Datensatz abbilden.
Der OPS-Kode 3-311 (Darstellung der Nebenschilddrüsen durch Autofluoreszenz) ist immer dann zu verschlüsseln, wenn die Technologie zur Identifikation oder Lokalisation der Epithelkörperchen eingesetzt wird. Dies betrifft insbesondere:
- Totale oder subtotale Thyreoidektomien (Schilddrüsenentfernungen).
- Parathyreoidektomien (Nebenschilddrüsenoperationen).
- Rezidiveingriffe am Hals, bei denen die anatomische Orientierung erschwert ist.
Aktuell hat der Kode 3-311 oft noch keinen direkten Einfluss auf die Höhe der Bewertungsrelation (BWR).




