Kodierhilfe 2026: Facettendenervation mit Radiofrequenzablation (Accurian™) Kodierung und Vergütung in der stationären Versorgung (Hauptabteilung)
Kodierung und Vergütung in der stationären Versorgung (Hauptabteilung)
Mit dieser Kodierbroschüre gibt Medtronic einen Überblick darüber, welche Möglichkeiten der Kostenerstattung sich bei der Facettengelenksdenervation mittels Radiofrequenzablation mit dem Accurian™-System in der stationären Hauptabteilung ergeben. Zudem wird dargestellt, wie diese Leistung fachgerecht kodiert und abgerechnet werden kann, unter Berücksichtigung der ab 2026 gültigen OPS- und DRG-Systematik.
Die Behandlung chronischer Rückenschmerzen durch Facettengelenksdenervation mittels Radiofrequenzablation gilt medizinisch als etabliertes Verfahren. Dennoch bleibt ihre Abbildung im deutschen Vergütungssystem weiterhin unvollständig. Auch im Jahr 2026 ist die Leistung weder Bestandteil des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) noch im AOP-Katalog für ambulantes Operieren enthalten. Damit fehlt eine reguläre Refinanzierungsgrundlage im ambulanten Sektor.
Für Krankenhäuser bedeutet dies eine strukturelle Vergütungslücke. Während die Leistung stationär grundsätzlich abgebildet werden kann, steht ihre wirtschaftlich sinnvolle Erbringung im Kontext der politisch gewollten Ambulantisierung vor erheblichen Herausforderungen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Krankenhausreform und der zunehmenden Verlagerung geeigneter Leistungen in den ambulanten Bereich entsteht ein Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und fehlender Refinanzierung.
Als Ausweg etablieren sich zunehmend selektivvertragliche Vereinbarungen. Diese ermöglichen es Krankenhäusern, außerhalb der Regelversorgung individuelle Vergütungsmodelle mit Kostenträgern zu vereinbaren.





