OPS 2026 veröffentlicht: BfArM stellt endgültige Version vor
Neuerungen bei Seitenkennzeichen, Defibrillator-Kodes und Intensivmedizin
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die endgültige Fassung des OPS 2026 (Operationen- und Prozedurenschlüssel) veröffentlicht. Zusammen mit der ICD-10-GM bildet der OPS die Grundlage für die Entgeltsysteme in der ambulanten und stationären Versorgung und dient u. a. der Qualitätssicherung.
Insgesamt flossen 156 Vorschläge in die neue Version ein, eingereicht von medizinischen Fachgesellschaften, Ärzteschaft, Krankenkassen, Kliniken und weiteren Akteuren der Selbstverwaltung.
Wesentliche Änderungen im OPS 2026:
- Streichung des Seitigkeitskennzeichens „B“: Bei beidseitigen Eingriffen ist künftig jeweils ein Kode für die linke und die rechte Seite anzugeben. Hinweise finden sich in den Nutzungsanleitungen des OPS.
- Neue Kodes für Defibrillator mit substernaler Elektrode (5-377 ff., 5-378 ff.) wurden eingeführt.
- Überarbeitung des Kodebereichs für den Verschluss von Zwerchfellhernien (5-538 ff.).
- Anpassungen in der Intensivmedizinischen Komplexbehandlung: Die Berechnung der TISS-Punkte wurde überarbeitet. Dazu gibt es aktualisierte Dokumentationsvorgaben im Anhang der Kodierfrage OPS Nr. 8009.




