Kodierung von Dekubitus bei diabetischem Fußsyndrom: Klarstellung zur Anwendbarkeit der DKR 0401h

B 1 KR 41/22 R | Bundessozialgericht, Urteil vom 20.03.2024 

Im vorliegenden Fall hatte das Landessozialgericht (LSG) festgestellt, dass beim Versicherten kein durch Druck verursachtes Geschwür vorlag. Trotz dieser Feststellung fordert die Klägerin auf Grundlage der Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) 0401h die Kodierung eines Dekubitus bei einem Ulcus infolge eines diabetischen Fußsyndroms, auch ohne externes Trauma.

Es wurde klargestellt, dass die Behauptung, der Dekubitus könne kodiert werden, weil er gut zu dem entstandenen Wundtyp passe und in der DKR 0401h genannt sei, unzutreffend ist. Die DKR 0401h beschreibt spezifische Kodierregeln, die strikt einzuhalten sind. Ein Dekubitus darf nur kodiert werden, wenn ein Geschwür durch Druck verursacht wurde. Für Analogien, Ausdehnungen und Hilfskonstruktionen ist im lernenden DRG-System kein Raum. Das System basiert auf klaren, verbindlichen Regeln, die sicherstellen, dass die Kodierung konsistent und nachvollziehbar bleibt.

Das könnte Dich auch interessieren …