DGVS: DRG-Update-Frühjahr 2026 – Gastroenterologie sieht leicht steigenden Case-Mix und Effekte durch Hybrid-DRGs

DGVS-Frühjahr Update zeigt Veränderungen bei Erlösen, Fallzahlen und Vergütungsstrukturen für Kliniken

Die Kommission für Medizinische Klassifikation und Gesundheitsökonomie der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hat ein aktuelles DRG-Update für das Jahr 2026 vorgelegt. Darin werden zentrale Entwicklungen im deutschen Fallpauschalensystem mit besonderem Fokus auf die Gastroenterologie dargestellt. Grundlage sind unter anderem Analysen von Abrechnungsdaten nach § 21 KHEntgG sowie die Mitwirkung der Fachgesellschaft in den Vorschlagsverfahren von BfArM und InEK.

Im Zentrum des Updates stehen die Auswirkungen der Hybrid-DRGs, die 2026 weiter an Bedeutung gewinnen. Nach Einschätzung der DGVS führt die Ausweitung der Hybrid-DRG-Systematik auf Fälle mit einer Verweildauer von bis zu zwei Tagen zu einer Zunahme der Fallzahlen, während die Erlössteigerungen pro Fall vergleichsweise gering ausfallen.

Parallel zeigt sich in der Gastroenterologie ein leichter Anstieg des Case-Mix. Ein weiterer relevanter Punkt betrifft die Vergütung endoskopischer Verfahren. Tagesfälle mit endoskopischer Submukosadissektion (ESD) im oberen Gastrointestinaltrakt werden laut Update künftig besser vergütet.

Die DGVS betont, dass die dargestellten Veränderungen auch vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Reformprozesse zu bewerten sind. Insbesondere die Diskussion um Hybrid-DRGs und Leistungsgruppen wird aktiv durch die Fachgesellschaft begleitet. Ziel ist es, auf Basis valider Datenanalysen fundierte Stellungnahmen gegenüber Politik und Selbstverwaltung abzugeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert