DKG drängt auf Bürokratieabbau im Gesundheitswesen
„Worten müssen Taten folgen“ – Gaß warnt vor Produktivitätsverlust in Kliniken
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die Ankündigungen der Bundesregierung begrüßt, sich verstärkt mit Reformen der Staatsstrukturen zu befassen. Gleichzeitig forderte Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß am 30. September 2025 konkrete Schritte für eine konsequente Entbürokratisierung im Gesundheitswesen.
„Es müssen den schönen Worten nun endlich Taten folgen“, betonte Gaß. Schlagworte wie Deregulierung und Entbürokratisierung hätten in den vergangenen Jahren an Glaubwürdigkeit verloren. Notwendig seien nun spürbare Veränderungen.
Besonders im Krankenhausbereich seien die Bürokratielasten massiv gestiegen. Trotz zusätzlich eingestelltem Personal sei die Produktivität in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesunken – in der Pflege um 36 Prozent, bei Ärztinnen und Ärzten um 21 Prozent. Ursache sei nicht fehlendes Engagement, sondern die wachsende Zahl kleinteiliger Regulierungen und administrativer Aufgaben, die Fachkräfte von der Patientenversorgung abhalten.
Die DKG erinnerte daran, bereits in der letzten Legislaturperiode 55 konkrete Maßnahmen zum Bürokratieabbau vorgelegt zu haben – die jedoch unberücksichtigt blieben. Umso dringlicher sei es nun, dass die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken diese Empfehlungen aufgreife und zügig umsetze.




