Corona-Sondervermögen in Sachsen-Anhalt: Bürokratie bremst Investitionen

Weniger als die Hälfte der Mittel für Bildung, Gesundheit und Verwaltung abgerufen – Digitalisierung stockt

Sachsen-Anhalt ruft die bereitgestellten Corona-Hilfen nur schleppend ab. Von den insgesamt 1,97 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen wurden bis Ende Juli lediglich rund 47 Prozent ausgezahlt, wie das Finanzministerium auf Anfrage mitteilte, berichtet der MDR. Die Ursachen liegen in komplexen Verfahren und strukturellen Engpässen. „Zum Teil gibt es verwaltungsinterne Vorläufe, die zeitintensiv sind“, erklärte eine Sprecherin von Finanzminister Michael Richter (CDU). Zudem fehle es an ausführenden Firmen, um die Projekte umzusetzen.

Von den vorgesehenen 48,1 Millionen Euro für pandemieresiliente Bau- und Ausstattungsmaßnahmen flossen bislang lediglich 3,3 Millionen Euro. Auch bei Investitionen in Krankenhäuser wurde weniger als die Hälfte der Gelder abgerufen…