Barmer Thüringen fordert Kofinanzierung: Transformationsfonds als Chance für Klinikreform
Ohne Mittel im Landeshaushalt droht Thüringen der Verlust von Bundesgeldern ab 2026
Die Barmer Thüringen hat die Landesregierung aufgefordert, im Doppelhaushalt 2026/2027 ausreichende Mittel bereitzustellen, um die durch die Krankenhausreform angestoßenen Umstrukturierungen in den Kliniken finanziell abzusichern. Ende September wird der Thüringer Landtag den Doppelhaushalt im Plenum beraten.
Hintergrund ist der Krankenhaustransformationsfonds des Bundes, aus dem Thüringen ab 2026 jährlich bis zu 62,4 Millionen Euro erhalten könnte. Voraussetzung für die Bundesförderung ist allerdings, dass sich das Land – gegebenenfalls gemeinsam mit den Krankenhausträgern – mit mindestens 50 Prozent an den förderfähigen Kosten beteiligt.
„Der Umbau der Kliniken wird teuer. Thüringen allein könnte diesen finanziellen Kraftakt nicht stemmen. Daher ist der Transformationsfonds eine große Chance. Thüringen sollte die Kofinanzierung unbedingt sicherstellen“, erklärte Barmer-Landesgeschäftsführer Robert Büssow. Es sei entscheidend, die Mittel frühzeitig in den Doppelhaushalt einzuplanen: „Ansonsten fließe zwei Jahre lang kein Geld des Bundes nach Thüringen. Die Menschen in Thüringen haben ein Recht darauf, dass die medizinische Versorgung funktioniert und die bestmögliche Qualität bietet.“
Der Transformationsfonds wurde geschaffen, um die Modernisierung und Zukunftsfähigkeit der Krankenhausstrukturen in Deutschland zu unterstützen. Von 2026 bis 2035 stehen bundesweit bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Finanziert werden sollen die Mittel zur Hälfte aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (25 Milliarden Euro), während die Länder die zweite Hälfte aus eigenen Haushaltsmitteln aufbringen müssen.




