Jeder fünfte Arzt war bereits verklagt – Aufklärung als juristische Gratwanderung

Defizite bei der ärztlichen Aufklärung können zu zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen führen – so minimieren Ärztinnen und Ärzte ihr Haftungsrisiko

Eine aktuelle Umfrage im Rahmen des Webinars „MedLive Recht: Die ärztliche Aufklärung“ zeigt: 18 % der teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte berichteten, bereits verklagt worden zu sein. Für Prof. Dr. Hendrik Schneider, Experte für Medizinstrafrecht aus Wiesbaden, kein überraschendes Ergebnis: „Unsere Erfahrung ist, dass immer häufiger der Rechtsweg eingeschlagen wird, wenn man sich als Patient nicht gut behandelt fühlt.“
Dabei ist oft nicht der medizinische Eingriff selbst, sondern die unzureichende oder fehlerhafte Aufklärung Gegenstand der juristischen Auseinandersetzung…