Universitätsmedizin Magdeburg stärkt vernetzte Forschung im NUM

Medizinische Daten sollen Behandlungsabläufe verbessern und Versorgung widerstandsfähiger machen

Die Universitätsmedizin Magdeburg hat ihre zentrale Rolle im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) hervorgehoben. Anlass war die Veranstaltung „NUM@UMMD – Forschungsinitiativen und Möglichkeiten des Netzwerks Universitätsmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg“, die am 29. Januar 2026 auf dem Campus stattfand. Wie die Universitätsmedizin Magdeburg mitteilte, diskutierten rund 100 Teilnehmende aus Klinik, Forschung und Politik über den Einsatz vernetzter medizinischer Daten zur Verbesserung von Behandlungsabläufen und zur Stärkung der Versorgung.

Die Universitätsmedizin Magdeburg ist seit dem Start des NUM im Jahr 2020 in zahlreiche Projekte eingebunden. Das bundesweite Netzwerk verbindet alle 37 Standorte der Universitätsmedizin in Deutschland mit dem Ziel, medizinische Daten gemeinsam zu erheben und für praxisnahe Forschung nutzbar zu machen. In Magdeburg wurden hierfür in den vergangenen Jahren zentrale Infrastrukturen aufgebaut, darunter ein Datenintegrationszentrum, das AKTIN-Notaufnahmeregister sowie Fachnetzwerke zu Infektionen und Intensivmedizin.

Nach Angaben der Universitätsmedizin flossen zwischen 2021 und 2025 rund 10,6 Millionen Euro in den Ausbau des NUM-Standorts Magdeburg; bis 2030 sind weitere 9,1 Millionen Euro vorgesehen. Die Projekte sollen klinische Routinedaten systematisch auswerten, um Versorgungspfade evidenzbasiert weiterzuentwickeln.

Im Fokus der Veranstaltung standen mehrere laufende NUM-Projekte, darunter das AKTIN-Register zur tagesaktuellen Analyse von Notaufnahmedaten, das Studiennetzwerk Infektionen mit großen Therapiestudien sowie RAPID, ein Register für Routinedaten aus pädiatrischen und erwachsenen Intensivstationen. Ergänzt wird dies durch RACOON, eine radiologische Datenplattform, die Bilddaten standortübergreifend strukturiert und mithilfe von KI auswertet.

Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R., Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze, betonte laut Mitteilung, dass Projekte zu Notfall-, Intensiv-, Infektions- und Bildgebungsdaten direkt in die Patientenversorgung einfließen. Auch Sachsen-Anhalts Wissenschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch verwies auf die Bedeutung der standortübergreifenden Kooperation für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den klinischen Alltag.

Mit Blick auf die Weiterentwicklung des Netzwerks wurde ein Ausblick auf NUM 3.0 gegeben. Ziel ist es, die aufgebauten Strukturen zu verstetigen, weitere Krankheitsbilder einzubeziehen und datenbasierte Forschung langfristig in der Versorgung zu verankern.

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