QuMiK-Jahrestagung 2025: Qualitätspreis für innovative Krankenhausprojekte verliehen

Oberschwabenklinik Ravensburg gewinnt mit Kriseninterventionsteam – 22 Projekte aus ganz Baden-Württemberg eingereicht

Rund 140 Teilnehmende kamen am 5. Juni 2025 zur Jahresveranstaltung des Klinikverbundes QuMiK – Qualität und Management im Krankenhaus in Markgröningen zusammen. Dabei standen insbesondere Innovationen in der Patientenversorgung, die Stärkung der regionalen Kooperation und die Auszeichnung herausragender Projekte im Vordergrund.

Den 1. Preis des QuMiK-Qualitätspreises erhielt die Oberschwabenklinik Ravensburg für ihr Projekt „Klinische Krisenintervention“. Das neunköpfige Team bietet seit November 2024 rund um die Uhr schnelle, professionelle und einfühlsame Unterstützung bei emotional belastenden Ereignissen – sowohl für Angehörige als auch für Mitarbeitende. Ziel ist es, akute psychische Belastungen frühzeitig aufzufangen und die langfristige seelische Gesundheit zu fördern.

Platz 2: Kreiskliniken Reutlingen mit dem Projekt „NITRO“ – eine einwöchige, strukturierte Fortbildungseinheit zur Stärkung der Notfallkompetenz im nicht-traumatologischen Schockraummanagement, basierend auf Simulation und Theorie.

Platz 3 (geteilt):

Das Schwarzwald-Baar Klinikum überzeugte mit einer Traumatherapie für onkologische Patienten, die kurzfristige psychologische Stabilisierung nach Krebsdiagnose ermöglicht.

Das RKH Krebszentrum Nord-Württemberg wurde für den „SIC Zukunftsdialog“ ausgezeichnet, der durch strukturierte Gespräche die Behandlungsziele gemeinsam mit Patient:innen und Angehörigen individuell erarbeitet

QuMiK-Geschäftsführer Thorsten Hauptvogel und Verbundsprecher Matthias Ziegler blickten auf die Entwicklung des Klinikverbundes zurück, der im Jahr 2001 mit fünf kommunalen Klinikträgern begann und heute 15 Gesellschaften mit 45 Krankenhäusern vereint. In 24 Arbeitsgruppen und 14 thematischen Gruppen findet ein intensiver Austausch zu Qualitätsmanagement, Patientenversorgung, Digitalisierung und Personalentwicklung statt.

Ein Highlight war die Präsentation des Thoraxzentrums Südwest, einem vernetzten onkologischen Behandlungsansatz von Kliniken aus Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg – ein Beispiel für gelungene überregionale Zusammenarbeit im Sinne der Patienten.

In seinem Festvortrag rief Dr. De Meo zu einer grundlegenden Reform des Gesundheitssystems auf. Bestehende Strukturen müssten kritisch überprüft, veraltete Prozesse überdacht und neue, patientenzentrierte Versorgungsmodelle entwickelt werden. Nur so könne die Versorgungsqualität nachhaltig gesichert und den aktuellen Herausforderungen erfolgreich begegnet werden.

„Die Kliniken im QuMiK-Verbund haben sich in den letzten 24 Jahren exzellent vernetzt. Davon profitieren nun unsere Mitglieder, wenn es darum geht, die gewaltigen Strukturveränderungen im Gesundheitswesen gut zu bewältigen“
– Matthias Ziegler, Sprecher des QuMiK-Verbunds