Neue Doppelspitze übernimmt Leitung des IQTIG – Wechsel an der Spitze der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen

Dr. Thilo Grüning ab Juli 2026 neuer Institutsleiter, Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer folgt perspektivisch bis 2030 – Prof. Heidecke scheidet Ende Juni aus
Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) stellt seine Leitung neu auf. Wie das Institut mitteilte, übernimmt Dr. Thilo Grüning zum 1. Juli 2026 die Leitung, während Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer ab November 2026 als stellvertretende Leiterin einsteigt und perspektivisch ab 2030 die Institutsführung übernehmen soll. Der bisherige Institutsleiter Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke verlässt das IQTIG zum 30. Juni 2026.
Die Entscheidung wurde vom Vorstand der Stiftung für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen auf Vorschlag des Stiftungsrats einstimmig getroffen. Mit der neuen Struktur setzt das IQTIG auf ein langfristig angelegtes Führungsteam, das die Weiterentwicklung der datengestützten Qualitätssicherung im Gesundheitswesen vorantreiben soll.
Dr. Thilo Grüning, Facharzt für Anästhesiologie mit langjähriger Erfahrung in Intensiv- und Transplantationsmedizin, war unter anderem an der Charité sowie in internationalen Kliniken tätig. Zudem leitete er die Abteilung Qualitätssicherung beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und später den Bereich „Qualität der Versorgung und Psychiatrie“ bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Seine Expertise liegt insbesondere in der datengestützten Qualitätssicherung, dem Qualitätsmanagement sowie der sektorenübergreifenden Versorgungssteuerung. Grüning betonte, dass die anstehenden Reformen im Gesundheitswesen eine zentrale Weiterentwicklung der Qualitätssicherung erfordern.
Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, Fachärztin für Innere Medizin, ist derzeit am Universitätsklinikum Leipzig im Klinischen Prozessmanagement tätig und verantwortet dort Digitalisierungs- und Versorgungsprojekte. Zusätzlich ist sie in Forschungsprojekten im Bereich der transsektoralen Versorgungsqualität aktiv, darunter ein vom Innovationsfonds des G-BA gefördertes Projekt zur Prozessoptimierung in der Sepsisversorgung. Sie hob hervor, dass Digitalisierung neue Möglichkeiten eröffne, um Versorgungsqualität über Sektorengrenzen hinweg transparenter und wirksamer zu gestalten.
Der scheidende Institutsleiter Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke zieht nach fünfeinhalb Jahren eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Unter seiner Leitung habe das IQTIG 19 Qualitätssicherungsverfahren sowie zahlreiche Strukturerhebungen im Regelbetrieb umgesetzt und damit die datengestützte Qualitätssicherung im deutschen Gesundheitswesen weiter etabliert.
Der Vorstand des IQTIG würdigte Heideckes Amtszeit als prägend für die Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung und dankte ihm für seinen Beitrag zur Konsolidierung und fachlichen Weiterentwicklung des Instituts.
Mit der neuen Doppelspitze soll das IQTIG künftig stärker auf Digitalisierung, sektorenübergreifende Datennutzung und eine weiterentwickelte Versorgungsqualität ausgerichtet werden.




