KlinikScanner simuliert Folgen von Krankenhausschließungen
Neues Analysewerkzeug vergleicht Erreichbarkeit vor und nach dem Wegfall eines Klinikstandorts und zeigt betroffene Einwohner und Gemeinden
KlinikScanner hat eine erste Version seiner neuen KS Schließungssimulation veröffentlicht. Das frei zugängliche Analysewerkzeug modelliert, wie sich die Schließung eines Krankenhausstandorts auf die Erreichbarkeit von Kliniken mit Notfallversorgung auswirken würde. Dargestellt werden unter anderem Veränderungen der PKW-Fahrzeiten sowie die Zahl der betroffenen Einwohner und Gemeinden.
Für die Simulation wird ein Krankenhausstandort testweise aus der bestehenden Versorgungsstruktur entfernt. Anschließend werden die Erreichbarkeiten vor und nach dem angenommenen Wegfall miteinander verglichen. Nutzer können dabei zwischen gestufter und spezialisierter Notfallversorgung unterscheiden und optional eine erhöhte Verkehrsbelastung berücksichtigen.
Die Ergebnisse werden über Karten und Fahrzeitklassen von bis zu zehn, 20, 30, 40 und 60 Minuten dargestellt. Eine zusätzliche Umkreisanalyse zeigt Gemeinden, deren Zuordnung zu einer Fahrzeitklasse sich durch die simulierte Schließung verändert. Die gesamte Auswertung kann als PDF ausgegeben werden.
Modellrechnung zeigt Erreichbarkeit – nicht Versorgungskapazität
Grundlage sind die im KlinikScanner erfassten Krankenhausstandorte und deren Notfallversorgungsstatus, modellierte PKW-Fahrzeiten von Targomo sowie amtliche Gemeinde- und Bevölkerungsdaten.
Die Ergebnisse bilden ausdrücklich keine tatsächlichen Rettungsdienst- oder Behandlungszeiten ab. Auch freie Betten, Personalausstattung, Fachabteilungen, Rettungsmittelstandorte und die tatsächliche Aufnahmefähigkeit der verbleibenden Krankenhäuser werden nicht berücksichtigt. Die Simulation soll vielmehr zeigen, wie sich der Wegfall eines Standorts rechnerisch auf die regionale Erreichbarkeit auswirken könnte.




