Vor Erstverordnung von Clopidogrel: Britische Leitlinie empfiehlt routinemäßigen Gentest
CYP2C19-Genotypisierung soll Wirksamkeit verbessern und personalisierte Therapie ermöglichen
Vor der erstmaligen Verordnung des Thrombozytenaggregationshemmers Clopidogrel könnte in Großbritannien künftig eine pharmakogenetische Testung zum Standard werden. Wie Biermann Medizin berichtet, empfiehlt das britische Kompetenzzentrum für Regulierungswissenschaft und Innovation in der Pharmakogenomik (UK CERSI-PGx) erstmals eine routinemäßige CYP2C19-Genotypisierung vor der Erstverschreibung des Medikaments.
Die neue britische Leitlinie wurde Anfang Dezember im British Journal of Clinical Pharmacology veröffentlicht und bezieht sich auf Patientinnen und Patienten, die Clopidogrel unter anderem bei koronarer Herzkrankheit, zerebrovaskulären Erkrankungen oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit erhalten sollen. In Deutschland gibt es bislang keine generelle Empfehlung zur CYP2C19-Genotypisierung vor der Verordnung von Clopidogrel.




